VdTÜV diskutiert über Fragen zur Barrierefreiheit / Fachkongress am 25. und 26. Februar in Berlin

Berlin (ots) - Die Beförderung von Menschen mit Behinderung sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Doch noch immer gibt es Barrieren. Mit der Fachtagung "Mobilität von Menschen mit Behinderung" bietet der VdTÜV Experten und Interessierten ein Forum, um neueste Entwicklungen, Problemfelder und gesetzliche Vorgaben zum Thema zu diskutieren. Nach großer Resonanz im Jahr 2011 findet das Forum am 25. und 26. Februar 2013 zum zweiten Mal in Berlin statt. Der Kongress soll dabei helfen, die Mobilität von Menschen mit Behinderung sicherer sowie für den Fahrdienst rechtssicherer zu gestalten, um maximale Teilhabe zu erreichen.

Neue Normen und Richtlinien für die Rollstuhl- und Fahrzeugbeschaffenheit stellen die Menschen mit Behinderung, aber auch die Auftraggeber der Behindertenbeförderung und die Beförderungsunternehmen vor neue Herausforderungen. Experten schätzen, dass rund 50 Prozent der Rollstuhlfahrer derzeit weder sicher noch rechtssicher befördert werden, weil der Rollstuhl im Zusammenspiel mit dem Fahrzeug nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Viele Rollstühle müssten erst umgerüstet oder auch ersetzt werden, um befördert werden zu können. Bei einem Unfall würde der Fahrdienst seinen Versicherungsschutz verlieren und im Falle von Personenschäden immense Kosten selber tragen müssen.

Aus ihrer jeweiligen Perspektive werden Referenten auf dem Kongress aus unterschiedlichen Bereichen sowohl über die Beförderung von Rollstuhlfahrern als auch über die Barrierefreiheit der verschiedenen Verkehrsmittel berichten. Über Defizite wird diskutiert und Best Practice-Beispiele vorgestellt, wie vorhandene Barrieren im Alltag mit unterschiedlichen Behinderungsarten und Bedürfnissen abgebaut werden können. Am Beispiel der Bordsteinkante zeigt sich deutlich, dass Sehbehinderte diese als Hinweis nutzen können, aber Rollstuhlfahrer dadurch behindert werden können.

Zu den Rednern zählen Vertreter aus der Politik, Wirtschaft, Verbänden, Vereinen und Behörden. Schwerpunkte der Vorträge sind unter anderem: Aktueller Stand der Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention in Deutschland, wie barrierefrei sind Verkehrsmittel und öffentliche Gebäude und welche Sicherheitsanforderungen bestehen bei (umgerüsteten) Rollstühlen?

Menschen mit Behinderung, Mobilitätsfachleute, Vertreter der Politik, Verbands- und Industrievertreter, Beförderungsunternehmen und kommunale Auftraggeber bietet das Forum eine Plattform, um alle Fragen, die im Zusammenhang mit der sicheren Beförderung von Menschen mit Behinderung stehen, zu diskutieren. Erste Fragen wurden beim 1. Forum "Sichere Mobilität für Menschen mit Behinderung" aufgeworfen. Lösungsansätze dazu aber auch weitere Themen rund um die sichere Mobilität von Menschen mit Behinderung werden im 2. Forum "Mobilität für Menschen mit Behinderung" aufgegriffen.

Weitere Informationen, ausführliches Programm und Anmeldung unter http://www.behindertengerechte-mobilitaet.de

Pressekontakt:

Johannes Näumann
VdTÜV Verband der TÜV e.V.
Pressesprecher
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johannes.naeumann@vdtuev.de

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