BLB Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW

Zwei Wegmarken auf dem Campus Melaten erreicht

Aachen (ots) - Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) und RWTH Aachen feiern Baufeste an Gebäuden für die Cluster Photonik und Verfahrenstechnik. Die Gesamtinvestitionskosten in Höhe von rund 100 Millionen Euro tragen Bund und Land gemeinsam. Die Neubauten auf dem Campus Melaten werden durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Bauherr errichtet.

Den ganzen Nachmittag nahmen sich NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel MdB, am Montag (6. Juli 2015) Zeit, um ab 14 Uhr gemeinsam mit dem verantwortlichen Bauherren, dem BLB NRW, und der RWTH Aachen gleich zwei Baufeste zu begehen: Den Spatenstich am Center for Digital Photonic Production (CDPP) und das Deckenfest am Center for Next Generation Processes and Products (NGP²). Neben der Ministerin und dem Parlamentarischen Staatssekretär nahmen unter anderem RWTH-Rektor Prof. Dr. Ernst Schmachtenberg und BLB NRW-Geschäftsführer Dr. Martin Chaumet an den Festen teil.

Chaumet lobte die Beteiligten für die bisherigen Erfolge bei der Planung des CDPP und der Errichtung des NGP²-Rohbaus und stellte den hohen Anspruch der Baumaßnahmen dar: "Wissenschaftliche Spitzenleistungen erfordern immer enorme bauliche Anstrengungen. Die beiden Feste markieren deshalb zwei wichtige Wegmarken, die wir hier auf dem Campus Melaten erreicht haben", sagte Chaumet.

Auf den Spatenstich folgt das Deckengießen

Zunächst griffen BLB NRW-Geschäftsführer Chaumet, RWTH-Rektor Schmachtenberg sowie Ministerin Schulze und der Parlamentarische Staatssekretär Rachel zusammen mit weiteren Akteuren für das Center for Digital Photonic Production (CDPP) an der Alois-Riedler-Straße zum Spaten, um die Bauphase für dieses Gebäude symbolisch einzuleiten. In Zukunft soll hier erforscht werden, wie Licht als Werkzeug eingesetzt werden kann. "Die digitale Photonik macht es möglich, komplexe Produkte auch in kleiner Stückzahl kostengünstig herzustellen", sagte Ministerin Svenja Schulze. "Das neue Gebäude wird der Forschung zusätzlichen Schub verleihen. Es schafft die infrastrukturellen Bedingungen, die Spitzenforschung braucht." Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel wies in seinem Grußwort auf den mit Bundesmitteln geförderten Forschungscampus Digital Photonic Production der RWTH hin und erklärte: "Die RWTH Aachen ist mit ihren Anstrengungen auf bestem Wege, zu dem Standort für Digitale Photonische Produktion in Deutschland, ja womöglich weltweit zu werden."

Wenig später konnten die Akteure am Center for Next Generation Processes and Products (NGP²) nur wenige hundert Meter entfernt in der Forckenbeckstraße wieder ihr handwerkliches Geschick beweisen. Denn hier galt es, beim Deckenfest das letzte Stück Betondecke zu gießen und damit symbolisch den Abschluss der Rohbauarbeiten zu würdigen. Wissenschaftler und Mitarbeiter der Aachener Verfahrenstechnik werden künftig in dem Gebäude forschen. Ziel der Forschung in dem Neubau wird es sein, neue Stoffumwandlungsprozesse und neue chemische Produkte zu entwickeln, sodass eine größere Unabhängigkeit von den immer knapper werdenden Erdöl-, Erdgas- und Kohlereserven erreicht werden kann.

17.500 Quadratmeter Mietfläche und rund 100 Millionen Euro Investitionen

CDPP:

Gesamtinvestitionssumme (nach aktueller Planung): 60 Millionen Euro Mietfläche: 6.400 Quadratmeter

NGP²:

Gesamtinvestitionssumme (nach aktueller Planung): 39 Millionen Euro Mietfläche: 11.100 Quadratmeter

Für beide Baumaßnahmen des BLB NRW stehen also nach aktueller Planung zusammen rund 100 Millionen Euro als Gesamtinvestitionssumme bereit, die Land und Bund gemeinsam tragen. Die RWTH hat die Mittel für beide Projekte über einen erfolgreichen Antrag nach Artikel 91b Grundgesetz eingeworben. "Gute Arbeitsbedingungen für die Forschenden sowie eine exzellente Forschungsinfrastruktur sind elementar, um das hohe Qualitätsniveau der deutschen Forschung langfristig zu erhalten", sagten Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel übereinstimmend. "Alleine das BMBF stellt deshalb jedes Jahr rund 300 Millionen Euro bereit, um bedeutende Forschungsbauten und Großgeräte an Hochschulen zu fördern. Für exzellente Forschung und für den Wissenschaftsstandort Deutschland", so Rachel.

Forschungsschwerpunkte der Verfahrenstechnik und Photonik

Das CDPP entsteht im Cluster Photonik. Es ist ein Forschungsgebäude für die interdisziplinäre und ganzheitliche Erforschung von digitalen photonischen Fertigungsketten. Das übergeordnete Ziel der Forschung ist die Nutzbarmachung der einzigartigen physikalischen Eigenschaften des Photons für die Produktion der Zukunft. Forscherinnen und Forscher aus Disziplinen wie Materialtechnik, Physik, Medizin, Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften werden daran forschen, Licht als Werkzeug zu nutzen - beispielsweise für generative Laserverfahren, in der Drucktechnik oder für die Oberflächenmodulation.

Im NGP² stellt eine dreigeschossige modular aufgebaute Bioraffinerie im Technikumsmaßstab das Herzstück des Forschungsbaus dar. Das Konzept sieht die Umwandlung grüner oder hölzerner Biomasse zu Plattformchemikalien und Kraftstoffkomponenten vor und fokussiert sich auf die Erforschung und Entwicklung der dazu notwendigen neuen Prozessschritte, Apparate und Prozesskonzepte. Dabei wird explizit ein Fokus auf schonende Niedertemperaturverfahren gelegt, um damit die in den bioregenerierbaren Rohstoffen vorhandene Syntheseleistung der Natur zu erhalten.

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