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3sat-Zukunftsmagazin "nano": "Robben als Tierfilmer" ist BDW-Thema im August
Mittwoch, 21. August 2002, 18.30 Uhr

    Mainz (ots) - Bei der Erforschung der antarktischen
Unterwasserwelt setzen Wissenschaftler auf die Kamerakünste von
Robben.
    
    Zehn männlichen und fünf weiblichen Robben schnallen Lee A.
Fuiman, leitender Wissenschaftler der National Science Foundation,
und seine Kollegen Kameras auf die Köpfe. Mit ihren Bildern können
die Forscher erstmals die ausgedehnten Jagden der Tiere unter dem
Packeis miterleben. Weddelrobben tauchen bis zu 600 Meter tief und
können über eine Stunde lang unter Wasser bleiben. Bis zu Fuimans
Experimenten wusste der Mensch so gut wie nichts über den Beutefang
der Robben, wie und wo sie ihre Nahrung finden und wie sie fressen.
    
    "nano" berichtet über dieses Projekt, das außerdem Aufschluss über
die Fischwelt der Antarktis gibt. Im Eiswasser fühlen sich vor allem
der Silberfisch und der Zahnfisch wohl. Beide spielen in der
antarktischen Nahrungskette eine wichtige Rolle. Der Zahnfisch ist
die Lieblingsspeise der Weddelrobben, sein Bestand ist jedoch durch
illegalen Fischfang gefährdet. Schätzungen der EU gehen davon aus,
dass durch wilde Fischerei jährlich über 20.000 Tonnen Zahnfisch
gefangen werden. Das sei mehr als das Doppelte der zugelassenen
Menge, kritisiert die "Internationale Kommission zur Erhaltung der
lebenden Meeresschätze der Antarktis".
    
    In Deutschland erforscht das Alfred-Wegner-Institut in Bremerhaven
das Wander- und Fressverhalten der Weddelrobben. "nano" lässt sich
von den dortigen Wissenschaftlern anhand von Satellitendaten
erklären, wie Krillvorkommen und Wanderbewegungen zusammenhängen.
    
    Das Thema wurde in redaktioneller Zusammenarbeit mit "Bild der
Wissenschaft" (BDW) recherchiert. BDW berichtet in seiner
September-Ausgabe.
    
    Redaktionshinweis: Die weiteren Themen dieser "nano"-Ausgabe
erhalten Sie jeweils am Vortag über News Aktuell oder bei der Presse
und Öffentlichkeitsarbeit 3sat.
    
ots Originaltext: 3sat
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