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Demnächst bei 3sat - Programm-Highlights von Samstag, 8. Dezember, bis Freitag, 14. Dezember 2001

Mainz (ots) - Der am 7. Dezember 1801 in Wien geborene Dramatiker Johann Nepomuk Nestroy begeisterte sein Publikum mit zahlreichen Komödien und Possen. Besonders sein zotiges Zauberspiel "Lumpazivagabundus" fand großen Anklang. Darin will ein böser Geist die Macht der Glücksfee Fortuna auf die Probe stellen. Er wettet mit ihr, dass es ihr nicht gelingen werde, drei Habenichtse mit einem Lotteriegewinn ihrem unredlichen Dasein zu entreißen. Nestroy überwand mit diesem Stück die Moralität des Biedermeier und etablierte sich als virtuoser Sozialkritiker. Zum 200. Geburtstag des Theatermanns zeigt 3sat "Lumpazivagabundus" am Samstag, 8. Dezember, 20.15 Uhr, als deutsche Erstausstrahlung. Das Stück, eine Aufführung des Wiener Volkstheaters aus dem Jahr 2000, wurde von der österreichischen Theaterregisseurin Emmy Werner inszeniert und mit drei großartigen Schauspielern besetzt: Karl Markovics spielt den Schneider Zwirn, der langjährige Volkstheater-Schauspieler und Nestroy-Spezialist Heinz Petters die Paraderolle des Schusters Knierim und Toni Böhm gibt den Tischler Leim. Aus demselben Anlass strahlt 3sat am Dienstag, 4. Dezember, 20.15 Uhr, "Die Verhaftung des Johann Nepomuk Nestroy" aus. Die Verfilmung von Peter Turrinis gleichnamiger Novelle imaginiert Pikantes: das Zusammenleben Nestroys mit seiner Ehefrau Wilhelmine und der Geliebten Marie Weiler. Dem 100. Geburtstag von Ödön von Horváth, einem der meistgespielten Dramatiker der Weimarer Republik, widmet 3sat am Samstag, 8. Dezember, 22.10 Uhr, das "Porträt Ödon von Horváth" von Oliver Herrmann in Erstausstrahlung. Das Künstlerporträt stellt Horváth, der am 9. Dezember 1901 geboren wurde, nicht nur als einen unbestechlichen Analytiker seelischer Befindlichkeit im kleinbürgerlichen Milieu vor, sondern auch als einen klarsichtigen Visionär, der frühzeitig vor den Gefahren des Dritten Reiches warnte. Seit 1985 lichten die beiden Filmemacher Detlef Gumm und Hans-Georg Ullrich den Alltag in Berlin-Wilmersdorf ab. In ihrer sechsteiligen Langzeitdokumentation "Berlin - Ecke Bundesplatz" erzählen sie Geschichten von den dort lebenden Menschen - darunter ein Aussteiger und ein Prominenten-Anwalt. "Berlin - Ecke Bundesplatz" ist ein Soziogramm vom Kiez der vergangenen Jahrzehnte, ein Fingerabdruck deutscher Gegenwart. Ursprünglich auf das Jahr 1999 begrenzt, wurde das Projekt inzwischen verlängert. Bis 2004 folgen den bisherigen sechs 90-minütigen Episoden weitere sechs Filme à 60 Minuten. Die ersten beiden Teile der neuen Staffel sendet 3sat im Dezember als Erstausstrahlungen. "Grenzgänger" erzählt am Mittwoch, 12. Dezember, 21.00 Uhr, von einem Obdachlosen, der sein Leben komplett änderte, und einer türkischen Familie, die seit 25 Jahren in Deutschland lebt. "Solisten" stellt am Mittwoch, 19. Dezember, 21.00 Uhr, Menschen vor, die losgelöst von gesellschaftlichen Konventionen und Bindungen durchs Leben gehen: zum Beispiel Franz Kozmus, der in den 80er Jahren ein Autonomer gewesen war und voller Stolz sein schwarzes Outfit und seine roten Punkerhaare gepflegt hatte, bevor er sich als Kameramann selbstständig machte. Parallel zu den neuen Folgen wiederholt 3sat am Sonntag, 9. Dezember, 11.30 Uhr, sowie am Sonntag, 16. Dezember, 11.15 Uhr, zwei Folgen von "Berlin - Ecke Bundesplatz" aus dem Jahr 1999. ots Originaltext: 3sat Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen bitte an: 3sat Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. (06131)706479 Original-Content von: 3sat, übermittelt durch news aktuell

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