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Demnächst bei 3sat - Programm-Highlights von Samstag, 20. Oktober, bis Freitag, 26. Oktober 2001

    Mainz (ots) - Vom 26. November 1975 bis zum 30. Juni 1981 wurde in
Düsseldorf ein Prozess geführt, in dem fünfzehn ehemalige SS-Bewacher
des Konzentrationslagers Majdanek angeklagt wurden, an den dort
verübten Gräueltaten beteiligt gewesen zu sein. Es war der längste
Prozess in der deutschen Justizgeschichte. Ab 1976 fragte Autor und
Regisseur Eberhard Fechner in einer Langzeitstudie über sechzig
Personen - Richter, Staatsanwälte und Verteidiger, Angeklagte und
ehemalige Häftlinge, Historiker und Prozessbeobachter - nach ihren
Erinnerungen an Majdanek. Sein auf diesen Interviews basierender
dreiteiliger Film "Der Prozess" (1984) rekonstruiert ein Bild des
schrecklichen Geschehens in dem KZ und schildert den Ablauf des
Prozesses sowie sein Echo in der Öffentlichkeit. 3sat strahlt die
drei Teile der Dokumentation am Montag, 22. Oktober, 23.00 Uhr, am
Donnerstag, 25. Oktober, 22.55 Uhr, und am Montag, 29. Oktober, 23.10
Uhr, aus.
    
    Der algerische Schriftsteller und Regisseur Mehdi Charef kam 1962
als Zehnjähriger mit seiner Familie nach Frankreich. Er war einer der
ersten Filmemacher, der die Lebenswirklichkeit der maghrebinischen
Einwanderer - der so genannten "Beurs" - in den Betonsilos der
Pariser Vorstädte thematisierte. Seine Filme erzählen vom tristen
Alltag der Jugendlichen zwischen Arbeitslosigkeit, Eintönigkeit,
kleinen Gaunereien und dem Traum vom anderen Leben. 3sat widmet dem
Mann, der sich als Sprachrohr der Beurs versteht, im Oktober eine
dreiteilige Filmreihe: Charefs Debütfilm "Der Tee im Harem des
Archimedes" (1985), in dem er seine Erfahrungen in den Pariser
Vorstädten erstmals verarbeitet hat, zeigt 3sat am Dienstag, 23.
Oktober, 22.25 Uhr. Dieser Film war ein Sensationserfolg und erregte
beim Festival in Cannes 1985 großes Aufsehen. "Miss Mona" (1986)
befasst sich am Sonntag, 28. Oktober, 00.05 Uhr, mit dem Schicksal
eines illegal eingewanderten Algeriers, der in das Transvestiten- und
Homosexuellenmilieu von Paris gerät. Charefs dritten Film "Versteckte
Leidenschaft - Camomille" (1987), der das Märchen von dem armen
Bäckergehilfen Martin und der wohlhabenden, heroinsüchtigen Camille
erzählt, beschließt die Reihe am Dienstag, 30. Oktober, 22.25 Uhr.
        
    Am 1. November feiert Ilse Aichinger ihren 80. Geburtstag. Mit der
deutschen Erstausstrahlung des Aichinger-Porträts "Schreiben ist
sterben lernen" erinnert 3sat am Mittwoch, 24. Oktober, 21.05 Uhr, an
jene Frau, die seit Jahrzehnten als eine der bedeutendsten und
unergründlichsten Dichterinnen der deutschsprachigen
Gegenwartsliteratur gilt. Der Film folgt den biografischen Stationen
und fängt Aichingers Weltempfinden ein, dass sich in ihren Romanen,
Gedichten und Erzählungen ausdrückt.
    
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