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3sat zeigt zwölfteilige Filmreihe "Balkan - Von Nachbarn und Feinden"

    Mainz (ots) - In der Filmreihe "Balkan - Von Nachbarn und Feinden"
setzt sich 3sat ab Sonntag, 16. September, mit den Bürgerkriegen in
den Ländern des ehemaligen Vielvölkerstaates Jugoslawien und der
Komplexität des Balkan-Konflikts auseinander. Zwölf Spiel- und
Dokumentarfilme geben Einblick in die Sichtweise der Beteiligten und
ihrer europäischen Nachbarn. Den Auftakt machen am Sonntag, 16.
September, drei Filme innerhalb der "Dokumentarfilmzeit" in deutscher
Erstausstrahlung: Ab 21.15 Uhr skizziert "Wir sind doch Nachbarn"
(1993) eine bosnische Dorfgemeinschaft, die innerhalb eines Jahres in
tödlicher Feindschaft auseinander bricht. Im Anschluss, ab 22.10 Uhr,
legt der belgische Film "Darko und Vesna" aus dem Jahr 1997 durch den
Krieg angerichtete psychologische Verwüstungen zweier Menschen offen.
Ab 22.55 Uhr begleitet der Film "Die roten Gummistiefel" aus dem Jahr
2000 eine bosnische Frau auf der schmerzhaften Suche nach ihren
Angehörigen.
    
    Am Montag, 17. September, ab 22.25 Uhr, beschäftigt sich die
Neuproduktion "Kennwort Kino: Mit anderen Augen" mit europäischen
Regisseuren, die sich zum Balkan-Konflikt zu Wort gemeldet haben, und
der Filmproduktion in den Ländern Jugoslawiens. Der spanische
Spielfilm "Dem Tod auf der Spur" (1997), den 3sat am Dienstag, 18.
September, ab 22.25 Uhr, ausstrahlt, basiert auf den Erfahrungen und
dem Buch des Kriegsberichterstatters Arturo Pérez-Reverte und handelt
von einer jungen Fernsehreporterin, die in Bosnien mit der
fragwürdigen Realität heutiger Kriegsberichterstattung konfrontiert
wird.
    
    Am Donnerstag, 20. September, berichtet Tilman Spengler ab 23.10
Uhr in seinem Dokumentarfilm "Bitterer Balkan" (1999) von seinen
Eindrücken und Erfahrungen in Montenegro und im Kosovo. Bereits ab
20.15 Uhr stellt der Debütspielfilm von Regisseur Goran Rebic,
"Jugofilm" (1997), die psychischen Zerstörungen der Menschen in den
Mittelpunkt. Von Goran Rebic stammt auch der Dokumentarfilm "The
Punishment" (1999), der am Freitag, 28. September, ab 23.30 Uhr, als
deutsche Erstausstrahlung zu sehen ist.
    
    Der Spielfilm "Ein Film ohne Namen" aus dem Jahr 1988 machte
bereits lange vor dem Kosovo-Krieg die brisante Lage deutlich; er
zeigt aber auch, wie sie von oberster Stelle geleugnet wurde - am
Freitag, 21. September, ab 23.00 Uhr, als deutsche Erstausstrahlung
in 3sat. Im Anschluss, ab 0.25 Uhr, schildert der kurze
Dokumentarfilm "Romeo und Julia in Belgrad" aus dem Jahr 2000 das
Schicksal des Serben Slobodan Andjelkovic und seiner albanischen Frau
Jugoslava Siroka. 3sat zeigt ihn als deutsche Erstausstrahlung. Mit
der deutschen Erstausstrahlung des österreichischen Dokumentarfilms
"Liebe Ljiljana" (2000) beschließt 3sat am Freitag, 28. September, ab
1.00 Uhr, die Reihe "Balkan - Von Nachbarn und Feinden".
    
    
ots Originaltext: 3sat
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