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Programmtipps und Informationen vom 13. bis 19. März 2000

Mainz (ots) - 3sat ist auf der Leipziger Buchmesse präsent 3sat ist bei der Leipziger Buchmesse (23. bis 26. März 2000) präsent. An seinem Stand (Platznummer 17) in der Glashalle stellt 3sat unter anderem die beiden Programmschwerpunkte der kommenden Wochen "Gutenberg 2000" und "PassionBACH" vor. Am 3sat-Stand präsentiert "Kulturzeit"-Moderator Gerd Scobel neue Bücher und literaturbezogene Diskussionsrunden. Fernseharzt Dr. Günter Gerhardt stellt am Donnerstag, 23. März 2000, um 14.00 Uhr sein "Anti-Schmerzbuch" (Kilian) vor. Um 14.30 Uhr am gleichen Tag zeigt "tips und trends"-Experte Prof. Wolfgang Menke erstmals sein Buch "Sportlers Check-up" (Kilian). Um 16.00 Uhr spricht der Musikwissenschaftler und Harvard-Professor Christoph Wolff über sein biographisches Porträt "Johann Sebastian Bach", das im Frühjahr erscheinen wird (mit S. Fischer Verlag). Um 17.00 Uhr wird schließlich "Marietta" vorgestellt - die Fortschreibung des erfolgreichen "Weiberromans" von Matthias Politycki (mit Luchterhand Literaturverlag). Am Freitagvormittag (24. März) plant 3sat eine Diskussion zum Thema "Elektronisches Publizieren". Voraussichtliche Teilnehmer sind Prof. Gottfried Honnefelder, Prof. Günter Karl Bose und Prof. Stefan Füssel. John von Düffel stellt anschließend um 12.00 Uhr am 3sat-Stand seinen neuen Roman "Zeit des Verschwindens" vor (DuMont-Verlag), bevor um 14.00 Uhr Hubert Winkels mit den Schriftstellern Hans-Ulrich Treichel ("Tristanakkord") und Ralf Rothmann ("Milch und Kohle") über ihre neuen Romane, die auf der SWR-Bestenliste vertreten sind. Das ZDF veranstaltet am 3sat-Stand am Freitag, 24. März, um 16.00 Uhr ein Gespräch zwischen Thomas Hocke und Wolfgang Herles über das Kulturmagazin "aspekte". Wolfgang Lörcher spricht am Samstag, 25. März, mit dem Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil über sein Amt als Mainzer Stadtschreiber. Am Sonntag, 26. März, führt Thomas Hocke ein Interview mit Mario Adorf über sein neues Buch "Der römische Schneeball", aus dem der Schauspieler anschließend liest. Um 14.00 Uhr gibt es ein weiteres Autorengespräch mit anschließender Lesung: Thomas Hocke hat Robert Schneider mit seinem neuen Roman "Die Unberührten" zu Gast. 3sat online (www.3sat.de) verfolgt die Aktivitäten am Stand mit einer Webcam und stellt sie live ins Internet. Außerdem gehen die Online-Redakteure mit mobilen Kameras über die Messe, führen Interviews, stellen Bücher vor und berichten über Interessantes, Kurioses und Bemerkenswertes. Auch im 3sat-Programm ist die Leipziger Buchmesse ein Ereignis: "Kulturzeit" berichtet am Donnerstag, 23. März, und am Freitag, 24. März, jeweils ab 19.20 Uhr. Des Weiteren sendet 3sat am Freitag, 24. März, um 15.15 Uhr "Von Büchern und Menschen. Diogenes - ein Verlagsporträt von Rosemarie Pfluger", um 22.00 Uhr live aus dem Krystallpalast "Leipziger Buchnacht" und am Samstag, 25. März, um 19.20 Uhr "Leipziger Buchmesse". Am Sonntag, 26. März, 10.50 Uhr, endet das Programm zur Leipziger Buchmesse mit der "Verleihung des Buchpreises zur Europäischen Verständigung" an die polnische Autorin Hanna Krall, einer Live-Sendung aus dem Leipziger Rathaus. Hannover-Messe vom 20. bis 25. März 2000: 3sat ist mit seinen Wissenschaftssendungen "nano" und "hitec" vor Ort Das werktägliche Zukunftsmagazin "nano" und die Technik-Reihe "hitec. die dokumentation" präsentieren bei der größten Industriemesse der Welt, der Hannover-Messe, von Montag, 20. März, bis Samstag, 25. März 2000, ihre Sendekonzepte und ihr Programm der kommenden Wochen. Am Stand des 3sat-Medienpartners "tech transfer" (Halle 18, Stand L 03) - eine Initiative zur Dialogförderung zwischen Forschung und Praxis - stellen Redakteure der beiden Wissenschaftsformate dar, wie die Sendungen neue Erkenntnisse aus Forschung in Natur- und Geisteswissenschaften sowie Hochleistungen der Technik einem breiten Publikum vermitteln. "nano" zeichnet von Sonntag, 19. März, bis Donnerstag, 23. März, am Stand der Fraunhofer Gesellschaft Interviews für die abendlichen Sendungen auf. Die Hannover-Messe ist von Montag, 20. März, bis Freitag, 24. März, Schwerpunktthema bei "nano". Das Magazin berichtet dann beispielsweise ausführlich über den Ruf der deutschen Industrie im Ausland und ihre Leistungsfähigkeit sowie über das Problem der zunehmenden Wasserknappheit auf der Erde. Montag, 13. bis Freitag, 17. März 2000 18.30 Uhrnano - die Welt von morgen Die "nano"-Themen dieser Woche: Tiere als Therapeuten: Was in Amerika seit Jahren praktiziert wird, kommt nun auch zu uns: Delfintherapie. Der Kontakt mit dem Freund und Retter aus den Tiefen des Meeres soll, so heißt es, heilende Wirkung auf behinderte Kinder haben. Am Montag, 13. März, fragt "nano" nach, ob Delfine Opfer einer esoterischen Halbwissenschaft oder tatsächlich die Therapeuten von morgen sind. Neues aus der Welt der künstlichen Intelligenz: An der Schwelle zum 3. Jahrtausend hat die Leistungsfähigkeit moderner Computer nie geahnte Dimensionen angenommen. Kann der Mensch mit dem von ihm geschaffenen Computer künstliches Leben nach seinem Vorbild schaffen? Viele glauben, dass Leben nur als biochemischer Prozess verstanden werden kann. Doch "nano" zeigt am Dienstag, 14. März, wie es auch anders gesehen werden kann. Neue Therapie gegen Depressionen: In Österreich leiden fast 20 Prozent der Menschen unter Depressionen. Linderung versprach den Patienten nur eine langwierige, medikamentöse Therapie. Zwei österreichische Kliniken haben nun eine völlig neue und nebenwirkungsfreie Therapie entwickelt: Transcranielle Magnetstimulationstherapie heißt das neue Zauberwort. "nano" stellt am Mittwoch, 15. März, die neue Behandlungsform vor. Schöner neuer Mann: Ein früher weibliches Phänomen erfasst die Männerwelt: Schönheits- und Fitnesswahn. Denn, wer in der Männerwelt etwas gelten will, muss dem Männerbild in Werbespots und Modezeitschriften entsprechen. Hungerkuren und extremes Training sind die Folge. Wissenschaftler warnen. Ein Bericht in "nano" am Donnerstag, 16. März. Comeback der wilden Tiere: Alle kommen wieder: Bär, Luchs und Biber! Der Mensch siedelt sie in ihren angestammten Lebensräumen wieder an und stellt sie gleichzeitig unter Artenschutz. Doch damit kommen auch die alten Probleme wieder zurück: der Mensch fühlt sich vom Bär bedroht, der Luchs dezimiert den Wildbestand. "nano" fragt am Freitag, 17. März, ob das Comeback der wilden Tiere scheitert. Montag, 13. März 2000 23.00 Uhr Simon Wiesenthal oder Ich jagte Eichmann Als Lebensmotto von Simon Wiesenthal gilt Robert Kennedys Satz: "Moralische Verpflichtungen kennen keine Termine." Nach eigener Einschätzung enttarnte Wiesenthal mehr als tausend Nazi-Täter und brachte sie vor den Richter. Zu den spektakulärsten Ergreifungen gehörte die des SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann 1960 in Argentinien. Wenn Menschen noch nach Jahren für ihre Verbrechen zur Verantwortung gezogen würden, so Wiesenthal, dann sei dies auch eine Warnung für potentielle Mörder von morgen, denn Geschichte könne sich durchaus wiederholen. 3sat zeigt zur "Woche der Brüderlichkeit" den Dokumentarfilm von Hans-Dieter Grabe aus dem Jahre 1978 "Simon Wiesenthal oder Ich jagte Eichmann". Der Film gibt einen Einblick in das Leben und die oft bitteren Erfahrungen des heute 92-Jährigen. "Wer immer jungen Menschen die NS-Wirklichkeit vor Augen führen will - an diesem Film darf er nicht vorübergehen" (Stuttgarter Zeitung). Die diesjährige "Woche der Brüderlichkeit" wurde am 5. März im Jüdischen Gemeindehaus Berlin unter dem Motto "Auf drei Dingen ruht die Welt, auf Recht, auf Wahrheit und auf Frieden" eröffnet und wirbt auch in diesem Jahr mit vielen Veranstaltungen für ein tolerantes Zusammenleben verschiedener Religionen und Nationalitäten. 3sat setzt sein Programm ab 23.45 Uhr mit dem Film von Micha Brumlik und Helmut Nemetschek Musterjuden? fort. Am Mittwoch, 15. März sendet 3sat anlässlich der Woche den Film An jeder Ecke riecht es hier nach Mensch. Diethelm Knauf zeigt in seinem Film das ungeschminkte Gesicht New Yorks in der Lower East Side. Dienstag, 14. März 2000 20.15 Uhr Doris Dörrie Keiner liebt mich Seit ihrem Debüt-Spielfilm "Mitten ins Herz" von 1983 zählt Doris Dörrie zu den erfolgreichsten Regisseurinnen Deutschlands. Mit "Männer" (1985), einer turbulenten Geschlechterkomödie, wurde sie auch international bekannt. Meist zwischen Komik und Tragik changierend, drehen sich ihre Filme immer wieder um dieselben Themen: das Erleben von Einsamkeit und die Versuche, sie zu durchbrechen, das Kreisen um das eigene Ich mit seinen komischen Auswüchsen, die Suche nach Glück oder den Wunsch, anders sein zu wollen. 3sat widmet der Regisseurin, die erst kürzlich für ihren neuen Film "Erleuchtung garantiert" mit zwei Bayerischen Filmpreisen ausgezeichnet wurde, eine vierteilige Reihe, die mit "Keiner liebt mich" eröffnet wird. Maria Schrader ("Aimee & Jaguar") spielt darin eine junge Frau, die ihr eigenes Leben partout nicht in den Griff bekommt. Doch kann ihr dabei ausgerechnet ein Mann helfen? Die fantasievolle Komödie von 1994 wurde mit einem Filmband in Silber ausgezeichnet; Maria Schrader erhielt für ihre Darstellung ein Filmband in Gold. Am Mittwoch, den 15. März, 22.25 Uhr, zeigt 3sat Doris Dörries Spielfilm Happy Birthday, Türke!. Wie in einem klassischen Detektivfilm begibt sich ein Mann im Auftrag seiner schönen Mandantin auf die Suche nach einem Verschwundenen im Umfeld des Frankfurter Kiez' und entdeckt dabei schon bald unsaubere Machenschaften der Polizei. Hauptdarsteller Hansa Czypionka wurde als Privatdetektiv Kayankaya mit dem Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler geehrt. "Seit Fassbinders bösen Frankfurt-Visionen hat jedenfalls kein Film den Müll, den Schrott und den Tod in Mainhattan schonungsloser ins Bild gerückt." (Der Spiegel) Am Sonntag, 19. März, ist Doris Dörrie ab 10.15 Uhr zu Gast bei Daniel Cohn-Bendit im Literaturclub. Neben ihren Filmen finden auch ihre Kurzgeschichten bei Publikum und Kritik großes Interesse. Mittwoch, 15. März 2000 20.15 Uhr Grenzenlos Das Drei-Länder-Magazin Thema: Lust, Suff, Sucht - Spaßdroge Alkohol 360.000 Alkoholiker in Österreich, 200.000 Schwerst-Alkoholkranke in der Schweiz, vier Millionen Alkoholsüchtige in Deutschland. Und: etwa doppelt so viele Menschen trinken zu viel Alkohol. Nicht zu schätzen ist die Dunkelziffer der Alkoholsüchtigen. Hinzu kommt: In Deutschland müssen 1,8 bis zwei Millionen Kinder mit der Alkoholabhängigkeit ihrer Eltern leben. Etwa 30 Prozent von ihnen sind akut gefährdet, selbst eine Suchtkrankheit zu entwickeln. Außerdem verursacht die Spaßdroge Alkohol einer Gesellschaft nach Schätzungen der WHO jährlich einen Schaden in Höhe von 5 bis 10% des Bruttosozialprodukts. Also weg mit dem Teufelszeug Alkohol? "Nein!" sagen anerkannte Wissenschaftler und empfehlen Alkohol in einer bestimmten Menge als Medizin. Aber wie schmal ist der Grat vom Lust- und Heilmittel Alkohol zum Gleitmittel ins blanke Elend? Muss zukunftsorientierte Drogenpolitik nicht auch Alkoholmissbrauch ins Visier nehmen? "Grenzenlos. Das Drei-Länder-Magazin" mit Franz Alt berichtet über neue Therapieformen und neue Erkenntnisse über die Ursachen der Alkoholsucht sowie über den gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Donnerstag, 16. März 2000 20.15 Uhr Blueberry Hill Prüfungsängste, verstaubte Erziehungsmethoden und ein tragischer Selbstmord bewegen Schüler und Lehrer an einer belgischen Schule in den 50er Jahren. Im Mittelpunkt der Ereignisse stehen der 17-jährige Robin (Michael Pas), der den Druck nicht auszuhalten vermag, und die Lehrerin Claessens (Myriam Meszières), die sich mit ihrer offenen Art und mit unkonventionellen Ansichten den Respekt der Schüler sichert, doch bei ihrem Vorgesetzten auf wenig Gegenliebe stößt. Als das Abschlussexamen naht, spitzt sich die Situation dramatisch zu. Der belgische Regisseur Robbe De Hert verarbeitete in seinem Spielfilm von 1989 eigene Erfahrungen: zaghafte Aufmüpfigkeiten, die Begeisterung für James Dean und Rock'n Roll, Tanz und schöne Mädchen. Doch die zunächst fetzige Teenagerkomödie mit ihren nostalgischen Ohrwürmern öffnet auch den Blick auf beklemmende Momente, die immer wieder durch die wilden Pennäler-Abenteuer durchscheinen. 23.10 UhrZar Boris - Die Jelzin Jahre Voller Kraft hatte sich Boris Jelzin 1991 dazu aufgeschwungen, den Kommunismus zu Grabe zu tragen. Wie kein anderer verkörperte er die Hoffnung auf ein freies, demokratisches Russland. Doch das Ende seiner Amtszeit war geprägt durch Misswirtschaft, Korruptionsvorwürfe, Regierungskrisen und den Tschetschenienkrieg. Die Dokumentation über die neunjährige Amtszeit von Boris Nikolajewitsch Jelzin zeichnet die politische Entwicklung Russlands seit dem Putsch in Moskau 1991 detailgenau und spannend nach. Politiker, Militärs und andere Weggefährten des Präsidenten schildern die wesentlichen Stationen der Jelzin-Ära. "Zar Boris - Die Jelzin Jahre" von Bridget Kendall und Joachim Holtz aus dem Jahre 1999 ist der erste Film aus einer Reihe von Hintergrundbeiträgen, mit denen 3sat bis 27. März die russischen Präsidentschaftswahlen am 26. März begleitet. Für die 150 Millionen russische Bürger fällt am Wahltag eine Richtungsentscheidung: Welchen Weg wird das vom Tschetschenienkrieg, von Korruptionsaffären und anderen Krisen geschüttelte Land in Zukunft gehen? Der nächste Beitrag ist Loreley an der Wolga am Montag, 20. März, 20.15 Uhr. Der Film geht der Frage nach, warum das Deutschlernen in Russland so sehr Konjunktur hat. Freitag, 17. März 2000 23.15 Uhr Adolf-Grimme-Preis-1999 Das Adolf-Grimme Institut vergibt zum 36. Mal den deutschen TV-Oskar - den Adolf-Grimme-Preis. Er gilt nach wie vor als die bedeutendste Auszeichnung für Fernsehproduktionen im deutschsprachigen Raum. Deshalb werden Deutschlands Fernsehmacher am heutigen Tag auch gespannt nach Marl schauen, wo Roger Willemsen die Preisträger vorstellen wird. Ausgezeichnet werden Sendungen, die die spezifische Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und innovative sowie qualitative Anstöße geben. Außerdem wird in jedem Jahr eine "Besondere Ehrung" an Persönlichkeiten oder Institutionen, die sich um das Fernsehen verdient gemacht haben, vergeben. 3sat überträgt die Preisverleihung zeitversetzt Samstag, 18. März 2000 19.20 Uhr ... für die, die ohne Stimme sind Thomas Mann schrieb über den Dichter Theodor Kramer: "Er ist einer der größten Dichter unserer Generation" und Carl Zuckmayer nannte ihn den "stärksten Lyriker Österreichs seit Georg Trakl". 1897 wurde er in Niederhollabrunn in Österreich geboren und ging in Wien zur Schule. Vor dem Nationalsozialismus musste er als Jude 1939 fliehen. Bis 1957 lebte er im englischen Exil, wo er sich vor Heimweh nach seiner Heimat Österreich verzehrte. Als er zurückkehrte, war es, um zu sterben. Wie kein anderer schrieb Kramer "... für die, die ohne Stimme sind": Tagelöhner, Arbeitslose, vom Leben Vergessene. Der Film von Brita Steinwender aus dem Jahre 1999 folgt den Spuren von Theodor Kramers Leben und seiner Dichtung. Sonntag, 19. März 2000 13.45 Uhr Berliner Begegnungen Katharina Thalbach zu Gast bei Ursula Hürzeler "Ich hab`alles in mir, auch die Hure", sagt Katharina Thalbach über sich selbst. Ihre Wandlungsfähigkeit beweist sie seit 1969 nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Film und als Regisseurin. Im Januar 1954 wird sie in Ostberlin als Tochter der Schauspielerin und Brecht-Darstellerin Sabine Thalbach und des Regisseurs Benno Besson geboren. Bereits mit 15 Jahren debütiert sie am Berliner Ensemble als Hure Betty in der "Dreigroschenoper". Eine private und keine politische Entscheidung ist ihr Wechsel von Ost nach West. Ab 1977 spielt sie am Schiller Theater Berlin und dreht ihren ersten Kinofilm mit Margarete von Trotta. Shakespears "Macbeth" ist 1987 ihr Debüt als Regisseurin. Regiearbeit findet sie anstrengender als Spielen: "Die Autorität langweilt mich im Grunde." Trotzdem hat sie in den letzten zwei Jahren in drei Kinofilmen mitgespielt, darunter der Kassenschlager des Jahres 1999 die Komödie "Sonnenallee". Sonntag, 19. März 2000 18.00 Uhr Tagebuch Jugendliche zwischen fehlenden Zukunftsperspektiven und rechter Gewalt "Was ihnen hier angetan wird, ist ein Verbrechen! ", so fasst der Sozialarbeiter und Leiter des Jugendzentrums von Volkstedt die Situation der Jugendlichen zusammen. In den großen Plattenbausiedlungen der Städte im Osten Deutschlands, leben Tausende am Rande der Gesellschaft, die meisten sind arbeitslos. Für viele wird das Gefängnis zum Mittelpunkt ihres Lebens, ein "Durchlauferhitzer" für die nächste Gewalttat. Politische Gruppen nutzen die Hoffnungslosigkeit der Jugendlichen für ihre Ziele und schaffen ein Klima der Angst. In Gorndorf dominieren sie das Jugendzentrum. Wer sich ihnen widersetzt, nicht mitmacht, oder schlicht anders ist, wird zum Opfer von Übergriffen. Und kaum einer wagte es, offen über die Situation zu sprechen. Der Filmemacher Jochen Bank hat in den "Ghettos" von Volkstedt und Gorndorf in Thüringen gedreht. Neben den Jugendlichen berichtet ein ehemaliger Streetworker, ein Sozialarbeiter und Gewerkschafter über Erfahrungen mit dieser Szene. 20.15 Uhr Verleihung Deutscher Kleinkunstpreis 2000 Aus dem Mainzer "unterhaus" (Erstausstrahlung) Der älteste und renommierteste Kleinkunstpreis wird am Sonntag, 12. März, im Mainzer Forumtheater "unterhaus" verliehen. Ausgezeichnet werden Künstler in den Sparten Kabarett, Chanson/Lied/Musik und Kleinkunst. Eine internationale Jury verlieh den "Deutschen Kleinkunstpreis 2000" in der Sparte Kleinkunst an den Österreicher Alf Poier, der "mit einer anarchistischen, kindlich ungezügelten Phantasie ein multimediales Panoptikum des vermeintlichen Nonsens auf die Bühne bringt". Für seinen intellektuellen Sprachwitz und seine messerscharfe Logik zeichnete die Jury im Bereich Kabarett Urban Priol aus. Den Preis in der Sparte Chanson/Lied/Musik wurde an den Schweizer Michael von der Heide vergeben. Den Förder-Preis der Stadt Mainz erhält Arnim Töpel, der an seinem Klavier gelassen über die Problematik seiner Generation nachdenkt. Die Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises 2000 wird vom Altmeister des deutschen Kabaretts, Hanns Dieter Hüsch, moderiert. Sonntag, 19. März 2000 21.45 Uhr Dokumentarfilmzeit Hinter diesen Mauern Mumia Abu-Jamal - 18 Jahre in der Todeszelle (Erstausstrahlung) Der Film von Jule Buerjes und Heike Kleffner entstand im Februar 1996 in den USA. Das Interview, das die beiden Autorinnen mit dem Todeskandidaten Mumia Abu-Jamal hinter der Trennscheibe im Todestrakt des Staatsgefängnisses Pennsylvania führten, ist das vorerst letzte, das ein Fernsehteam drehen konnte. Seit 1997 sind Ton- und Filmaufnahmen verboten. Bis heute ist der Fall Abu-Jamal nicht abgeschlossen. Dem ehemaligen Black Panther und Radiojournalist, der 1982 wegen Mordes an einem Polizisten zum Tode verurteilt wurde, droht weiterhin die Vollstreckung der Todesstrafe. Über den Tathergang, bei dem der Polizist Daniel Faulkner erschossen wurde, gibt es widersprüchliche Aussagen. Einen fairen Prozess hatte der Afro-Amerikaner 1982 nicht. Als er 1995 hingerichtet werden sollte, erregte sein Fall internationale Aufmerksamkeit _ der Hinrichtungsbefehl wurde ausgesetzt. Eine internationale Solidaritätsbewegung und Gegner der Todesstrafe fordern die Aufhebung des Todesurteils für den heute 45-Jährigen. "Den ganzen Sommer 1995 wurde über Abu-Jamal berichtet. Doch was fehlte, waren sein Gesicht und seine Stimme. Ich finde Authentizität wichtig: Das Publikum soll in der Lage sein, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Und das ist mit Filmaufnahmen am ehesten gewährleistet", sagt die Autorin Heike Kleffner auf die Frage, was sie veranlasste einen Film über den Todeskandidaten zu drehen. Ihre Erfahrungen bei den Dreharbeiten in den USA und die aktuelle Situation von Abu-Jamal schildern die beiden Autorinnen in einem Interview, das über die Presse und Öffentlichkeitsarbeit 3sat, Tel. 06131-706407, erhältlich ist oder das akkreditierte Journalisten im 3sat Pressetreff ( www.pressetreff.3sat.de) herunterladen können. ots Originaltext: 3sat Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: 3sat Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. (06131)706479 Original-Content von: 3sat, übermittelt durch news aktuell

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