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NABU erwartet vom Waldgipfel ein Signal für nachhaltige Forstwirtschaft

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU erwartet vom morgen in Bad
Honnef beginnenden "Ersten Deutschen Waldgipfel" ein klares Signal
für eine fortschrittliche, zeitgemäße und nachhaltige Forst- und
Holzwirtschaft. "Eine umweltverträgliche, sozial ausgewogene und
leistungsorientierte Waldbewirtschaftung findet jederzeit die
Unterstützung des NABU", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Die
Zertifizierung nach den Kriterien des international anerkannten FSC
(Forest Stewardship Council) sei dafür ein richtiges Instrument.
"Hier erwarten wir Bewegung von den Vertretern der Deutschen
Forstwirtschaft", so der NABU-Präsident weiter.
    
    Flasbarth warnte den veranstaltenden Deutschen Forstwirtschaftsrat
(DFWR) davor, den Waldgipfel lediglich für eine Imageaufbesserung der
Waldwirtschaft zu benutzen: "Die mutige Einladung hat hohe
Erwartungen geweckt, die jetzt nicht enttäuscht werden dürfen." Der
Wald benötige dringend einen zukunftsorientierten
Gesellschaftsvertrag, der alle beteiligten Interessengruppen mit
einbeziehen müsse. "Insbesondere in Fragen des Waldnaturschutzes, der
Ausweisung weiterer Nationalparks oder der Anerkennung der Regeln
guter forstwirtschaftlicher Praxis sehen wir noch großen
Nachholbedarf", sagte Flasbarth. Die Erfahrungen der letzten Jahre
seien allerdings eher von Abwehrschlachten der Forstwirtschaft etwa
gegen die Ausweisung des Nationalparks Kellerwald in Hessen geprägt.
Eine zweitägige Werbeveranstaltung für die Deutsche Forstwirtschaft
mit vielen schönen Worten, aber ohne konkrete inhaltliche
Fortschritte könne der NABU nicht akzeptieren.
    
    
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Christoph Heinrich,
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