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NABU fordert Konsequenzen aus Tankerunglück in der Ostsee

Bonn (ots) - Angesichts des heutigen Tankerunglücks in der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern hat der Naturschutzbund NABU die Regierungen der Küstenländer und des Bundes zu sofortigen Konsequenzen aufgefordert. "Die Zeit der Betroffenheitsphrasen ist endgültig vorbei", sagte NABU-Schifffahrtsexperte Rüdiger Wohlers. Wenn die insgesamt rund 33.000 Tonnen Öl in Richtung Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft treiben würden, drohe eine ökologische Katastrophe. Die Kadetrinne vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns sei als problematisches Nadelöhr lange bekannt, kleinere und Beinahe-Unfälle fast an der Tagesordnung. "Man tut in Deutschland dennoch so, als habe man mit der Verbesserung der Sicherheit auf See endlos Zeit", kritisierte Wohlers. Notwendige Maßnahmen wie die Einführung einer länderübergreifenden zentralen Küstenwache oder die Bereitstellung ausreichender Schlepperkapazitäten duldeten keinen Aufschub mehr. "Die Bundesregierung muss darüber hinaus gerade bei den Ostsee-Anrainerstaaten auf die Umsetzung höherer Standards dringen. Dazu gehört eine Lotsenpflicht ebenso wie das Verbot einwandiger Tanker", so Wohlers weiter. Auch müsse verstärkt über eine allgemeine Meldepflicht für bereits negativ aufgefallene Schiffe nachgedacht werden. ots Originaltext: NABU Bonn Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Rüdiger Wohlers, NABU-Schifffahrtsexperte, Tel. 0441-25600 Im Internet unter: www.NABU.de Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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