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NABU fordert abgestimmtes Vorgehen bei Offshore-Windparks

    Bonn (ots) -- Der Naturschutzbund NABU hat Bundesregierung und
Küstenländer zu einem abgestimmten und planvollen Vorgehen bei der
künftigen Windenergienutzung im Meer aufgefordert. Bereits jetzt
lägen beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sowie bei
den zuständigen Landesministerien allein für die Nordsee rund ein
Dutzend Anträge für die Errichtung von Offshore-Windparks vor, so
NABU-Energieexperte Frank Musiol: "Wenn die alle unabhängig
voneinander bearbeitet und genehmigt werden, sind Chaos und Konflikte
vorprogrammiert."
    
    Der NABU sehe durchaus große energiepolitische Chancen in der
Windenergienutzung auf dem offenen Meer. Dabei müssten laut Musiol
allerdings die Planungsfehler der Vergangenheit unbedingt vermieden
werden: "Zahlreiche Konflikte um die Windenergie wären gar nicht
entstanden, wenn großräumig nach geeigneten Flächen gesucht und die
Planungen benachbarter Gebiete besser aufeinander abgestimmt worden
wären." Dies betreffe vor allem Fragen des Vogelschutzes, aber in
Folge der Überlastung mancher Gegenden auch die grundsätzliche
Akzeptanz der Menschen für die Windenergie. "Eine breite Zustimmung
der Bevölkerung in den betroffenen Regionen ist für den Ausbau der
ökologisch sinnvollen Windenergie künftig von entscheidender
Bedeutung", so Musiol.
    
    Der NABU hat die zuständigen Bundesminister Trittin und Bodewig
aufgefordert, zur künftigen abgestimmten Planung von
Offshore-Windparks eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe unter Einbeziehung
der beteiligten gesellschaftlichen Gruppen zu bilden. "Bevor in
größerem Umfang Planungen durchgeführt und umgesetzt werden, müssen
zunächst einmal die Auswirkungen von Offshore-Windparks auf die
Meeresumwelt geklärt werden." Der NABU empfehle daher der künftigen
Arbeitsgruppe, zunächst ein Modellprojekt über mehrere Jahre hinweg
durch ein umfassendes Monitoring zu begleiten. Bis zu dessen
Abschluss müssten weitere Projekte auf Eis gelegt werden.
    
ots Originaltext: NABU Bonn
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Für Rückfragen:

Dr. Frank Musiol,
NABU-Energieexperte,
Tel.: 0228-4036-164

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