NABU

Vier Störche mit GPS-Sender auf die Reise geschickt / TV-Moderator Karsten Schwanke unterstützt Storchenprojekt mit Patenschaft

Bergenhusen (ots) - Der NABU hat auch in diesem Jahr Weißstörche mit Satelliten-Sendern ausgerüstet. Im Beisein von TV-Moderator und Weißstorchpate Karsten Schwanke und NABU-Präsident Olaf Tschimpke haben Mitarbeiter des Michael-Otto-Instituts im NABU vergangene Woche zwei männliche und zwei weibliche Weißstörche gefangen und mit einem 30 Gramm schweren Solarsender versehen. Die Sender registrieren stündlich die Koordinaten der Störche und senden sie alle drei Tage an einen Satelliten, der die Daten wiederum an eine Bodenstation weiterleitet. Durch die Daten der Sender erhofft sich der NABU wertvolle Informationen über den Zugverlauf und die Rastgebiete von Weißstörchen. Auf der Internetseite www.NABU.de kann jeder ab Mitte August die Reise der Störche bis in ihre Winterquartiere und zurück verfolgen. Im vergangenen Jahr stattete der NABU die drei Weißstörche "Hobor", "Helmut" und "Gertrud" mit Satellitensendern aus.

"Für eine Storchenbesenderung braucht man wie für Dreharbeiten ein gutes Team, Geduld und natürlich auch etwas Glück", berichtete Schwanke von der Aktion. Denn Störche seien vorsichtig und merkten schnell, wenn etwas anders ist als normal. Nach ein paar Stunden Warten ging dann alles ganz schnell und die Sender konnten mit Spezialschnüren auf den Rücken der Störche angebracht werden. Der Sender kann über mehrere Jahre aktiv bleiben und behindert die Vögel weder beim Fliegen noch bei der Aufzucht der Jungtiere, da er fast völlig im Gefieder verschwindet. Nur die Solarzelle und die flexible Antenne sind zu sehen. In diesem Jahr besenderte der NABU ein Storchenpaar aus dem Dorf Pahlen, einen männlichen Storch aus dem Dorf Bargen und die neue Partnerin von "Helmut", dessen ehemalige Partnerin "Gertrud" letzten Januar in Tansania starb.

"Für Zugvögel lauern auf ihrer Reise durch Länder und Kontinente viele Hindernisse. Leider sind immer mehr Gefahren vom Menschen verursacht: gefährliche Stromleitungen, Vogeljagd und zerstörte Nahrungsgründe", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Auch der Klimawandel setze den Weißstörchen zu. Wenn es im wichtigen Rastgebiet Sahel immer trockener werde, fehle es zunehmend an Nahrung. Erfreulich ist daher, dass "Hobor" und "Helmut" in diesem Frühjahr wohlbehalten nach Schleswig-Holstein zurückkehrten. Dieses Jahr werden sich also sechs mit Sendern ausgestattete Weißstörche aus Schleswig-Holstein auf den Weg machen.

Die Aktion ist Teil der Zugvogelkampagne "Born to Travel - Zum Reisen geboren" des NABU-Dachverbandes BirdLife International und wird durch die FedEx Corporation über die King Baudouin Foundation United States unterstützt.

Für zwei der vier besenderten Weißstörche sucht der NABU noch Namen. Vorschläge können unter www.NABU.de abgegeben werden. Unter allen eingereichten Namensvorschlägen verlost der NABU tolle Preise.

Im Internet zu finden unter www.NABU.de

Originaltext vom NABU

Pressekontakt:

Kai-Michael Thomsen, NABU-Storchenexperte, Tel. mobil 0162-9098072

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