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BLOGPOST Uli Borowka auf dem PR-Golfcup: "Jedes Loch eine neue Herausforderung"

BLOGPOST Uli Borowka auf dem PR-Golfcup: "Jedes Loch eine neue Herausforderung"

Seine Fans nennen ihn liebevoll "Die Axt". Uli Borowka hat sich mit seiner harten Spielweise nicht nur in der Fußballwelt einen Namen gemacht. Drauf hauen tut er auch heute noch gerne - etwa auf dem Golfplatz. Der leidenschaftliche Golfspieler wird auf unserem PR-Golfcup am 4.September mit von der Partie sein. Mit welchem Handicap er an den Start geht und warum ihm ein Rosengarten im schottischen St. Andrews in lebhafter Erinnerung geblieben ist, verrät er im TREIBSTOFF-Interview.

TREIBSTOFF: Wie kommt ein Fußballprofi zum Golfspielen?

BOROWKA: Anfang der 90er Jahre bei Werder Bremen hat uns Wynton Rufer zum Golf animiert. Er hat die ersten Schlägersätze aus Neuseeland mitgebracht. Oliver Reck, Manni Bockenfeld, Klaus Allofs und meine Person haben dann angefangen kreuz und quer über die Plätze Golf zu spielen.

TREIBSTOFF: Warum spielen so viele Fußballprofis Golf?

BOROWKA: Früher war Golf noch nicht so in. Als Ausgleich zum Fußball wurde Tennis gespielt. Das hat sich dann aber gewandelt, weil Golf ein sehr interessanter Sport ist. Es gehören Ehrgeiz und Wille dazu und man muss die Niederlagen an jedem Loch akzeptieren. Das passt auch wunderbar zu meinem Charakter. Ich nehme eine Niederlage an einem Loch hin, halte mich damit aber nicht lange auf, sondern bin sofort hochkonzentriert bei der nächsten Sache. Das ist eine wichtige Eigenschaft, die bei Profisportlern - und eben auch bei Profifußballern - sehr ausgeprägt ist. Wir sind außerdem alle irgendwo Adrenalinjunkies.

TREIBSTOFF: Welches Handicap haben Sie?

BOROWKA: 8,3. Ohne jemals eine Trainerstunde gehabt zu haben. Mich wollte nie einer trainieren (lacht). Ich spiele so Golf, wie ich Fußball spiele: Ich haue drauf und muss dann gucken, wie ich aus der Sülze rauskomme. Es gab eine Zeit, in der ich sehr kontinuierlich gespielt habe. Mittlerweile spiele ich nur noch aus Spaß. Bei Golfturnieren und Partien mit Freunden kann ich wunderbar durchatmen und hole mir Kraft für meine Arbeit - etwa für meine Vorträge.

TREIBSTOFF: Welche Plätze Ihrer bisherigen Golferlaufbahn sind Ihnen in Erinnerung geblieben?

BOROWKA: Vor vielen Jahren, als ich noch gar nicht so gut spielen konnte, durfte ich auf dem Old Course in St. Andrews in Schottland spielen. Er zählt zu den ältesten Golfplätzen der Welt. Dann durfte ich eine Zeit auf Bermuda verbringen und dort auf einem privaten Platz spielen. In dieser Landschaft zu spielen ist wirklich beeindruckend. Fast jedes Loch ist zum Meer hin ausgelegt. Diese Orte sind bei mir hängengeblieben. Auch weil ich davon ausgehe, dass ich dort nicht noch einmal hinkomme.

TREIBSTOFF: Was war Ihr peinlichstes Golferlebnis?

BOROWKA: Ich habe die British Open in St. Andrews im Fernsehen angeschaut und durfte wie beschrieben acht Tage später selbst dort spielen. Ich weiß noch, Loch 17 ist ein Dogleg nach rechts, wo die Profis alle über das Hotel abkürzen. Das habe ich natürlich auch gemacht. Weil ich ja immer der Meinung war, dass ich zumindest genauso gut spiele wie die Profis (lacht). Die Leute, die nachmittags dort ihren Tee getrunken haben, wiesen mir dann meinen Ball zu, als ich um die Ecke kam. Dieser lag allerdings im Rosengarten. Also fragte ich meinen englischen Spielpartner wie wir weiter verfahren sollten und er sagte: "Komm, drop einfach und wir spielen weiter, denn in den Rosengarten spaziert man nicht einfach rein". Das war schon witzig! Acht Tage vorher bei den British Open im Fernsehen zu sehen, wie Profis wie John Daly dort einfach rüber schlagen. Ich dachte ich könnte das auch. Aber das war ein Fehler in meinem Gedankengang (lacht).

TREIBSTOFF: Was bedeutet Ihnen Golf in persönlicher Hinsicht?

BOROWKA: Freude! Ich freue mich immer schon ein paar Tage vorher auf das Spiel. Für mich bedeutet Golf, dass ich ein paar Stunden mit lieben Menschen draußen bin und die Seele baumeln lassen kann. Wenn die Schläge gut waren, umso besser. Oft ist das Ergebnis des Spiels allerdings nicht so, wie es sein sollte. Der Schlag war zwar gefühlt wunderbar - aber am Ende ist der Ball übers Grün ins Wasser gerollt. Aber was soll's? Ehrgeiz und Wille sind zwar bei mir als ehemaliger Profisportler immer mit dabei. Aber gerade als Golfer weiß ich: eine ordentliche Runde hinzuzaubern ist sicherlich mit das Schwerste im Leben.

TREIBSTOFF: Hat Golf Ihnen in beruflicher Hinsicht schon mal weitergeholfen?

BOROWKA: Beim Golfen steht nicht nur das Sportliche im Vordergrund, sondern man trifft dabei inzwischen so viele Menschen- und eben auch Geschäftsleute, dass sich oft die ein oder andere Situation ergibt, geschäftlich zusammenzukommen. Golfplätze bieten einfach eine hervorragende Plattform zum Netzwerken. Ich sag mal so: lieber einen Abschluss im Rough als im Büro.

TREIBSTOFF: Und last but not least: Was würden Sie machen, wenn Ihnen Donald Trump auf dem Golfplatz begegnen würde?

BOROWKA: Ganz ehrlich? Mein Ziel ist es, diesem Menschen nie auf dem Golfplatz zu begegnen.

Für alle Nicht-Golfer hier die Erläuterungen von Handicap, Dogleg, Rough und Co.:

Handicap oder Vorgabe: Das Handicap dient zur Vergleichbarkeit des Spielpotentials. Vielfach und fälschlich als Statussymbol angesehen, letztlich nur ein persönlicher "Rabatt" auf das Bruttoergebnis des Spielers um ein Nettoergebnis errechnen zu können. Wer sich in die Wissenschaft des Handicaps einlesen will: http://www.golf.de/dgv/rules4you/handicap/

Dogleg (deutsch Hundebein): Spielbahnen, die nach links oder rechts abgeknickt sind, werden als 'dogleg' bezeichnet. Meistens ist der Knick und damit auch die Sicht auf das Grün erst nach einem guten Drive erreicht.

Droppen: Wenn ein Ball in eine unspielbare Lage gerät, ist im Golf die Zeit für einen Drop gekommen. Ein Drop kann erforderlich werden, wenn der Ball out of bounds (also im Aus) liegt ebenso wie in solchen Fällen, in denen eine Erleichterung in Anspruch genommen werden kann.

Rough: Das Rough wird in den Regeln nicht besonders definiert. Praktisch bezeichnet man alles, was außerhalb der Fairways oder Grüns liegt, als Rough (alle jene Flächen mit höherer Schnitthöhe als die Fairways).

Weitere Infos zu unserem PR-Golfcup: https://www.pr-golfcup.de/

Hashtag: #prgc17

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