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media coffee von news aktuell: Wenn Zlatko kein Star mehr ist, dann ist er ein Ex-Star

    München (ots) - Gibt es einen Masterplan, um Stars zu machen?
Genügt es aus einem Blechcontainer zu steigen, um ein Star zu werden?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt des media coffees, den die
dpa-Tochter news aktuell mit Medienexperten aus Print und TV heute in
München veranstaltete. Zum Thema "Promis, Stars und Sternchen: Wie
die klassischen Medien Images aufbauen" diskutierten über 90
Teilnehmer unter der Leitung von Playboy-Chefredakteur Stefan
Gessulat.
    
    Sibylle Weischenberg, Redakteurin Frau & Gesellschaft bei der
Zeitschrift "Bunte", vertrat den Standpunkt, dass sowohl Zlatko als
auch beispielsweise Verona Feldbusch "das Zeug zum Star haben und
hart dafür arbeiten". Es sei nun einmal nicht möglich, "eine Person
aus der Anonymität ohne eigene Leistung hochzupushen", betonte die
Journalistin. Sie prophezeite, dass Zlatko noch einen Film macht und
eine eigene Show bekommt: "Wenn er dann kein Star mehr ist, ist er
eben Ex-Star".
    
    Dennoch war sich das Podium einig, dass dazu
Vermarktungsmechanismen nötig sind. So macht das Fernsehen die
Zuschauer neugierig, meinte Hermann Poppen (Verlagsleitung "Bravo"),
während die Print-Medien dann den "Hunger nach mehr Informationen
rund um den Star stillen". Deshalb fördert "Bravo" die meist jungen
Stars und stelle ihnen gute Berater zur Seite.
    
    Poppens Forderung, immer "die Zielgruppe in den Mittelpunkt" zu
stellen, konterte Christoph Jumpelt, Executive Producer bei "Eyeland"
und dort zuständig für das "Inselduell". Seine Auswahl der Kandidaten
sei "ein Querschnitt der deutschen Bevölkerung". Er habe "nicht auf
Krawall gecastet". Dennoch "unterscheidet sich ein Star vom
Otto-Normal-Verbraucher", betonte Nicole Mattig-Fabian. Die Leiterin
Programmkommunikation/Presse und PR von Sat.1 führte als
Unterscheidung von Star und Sternchen an, dass ein Star "Größe und
Popularität besitzt und selbst eine Marke ist".
    
    Die Rechtanwältin Dr. Claudia Rossbach kritisierte dabei deutlich
die Medien: Ein Star muss "das Recht haben, auch mal kein Interview
zu geben". Sie verwies auf Fälle frei erfundener Interviews, wenn bei
einem Star "der Zwang der Medien nicht funktioniert".
    
    Einig war sich das Podium in der Antwort auf die Frage von
Moderator Gessulat, ob die "deutschen Stars gut genug vermarktet"
würden: Sie wurde von alle Gästen kollektiv verneint.
    
    Mit den media coffees bringt der Presseservice news aktuell in
loser Folge PR-Fachleute und Journalisten an einen Tisch, um ein
gemeinsames Thema zu diskutieren - so beispielsweise im kommenden
November mit Themen aus der Touristik-Branche und zu Investor
Relations.
    
    Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de
    
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