Greenpeace e.V.

Düsseldorfer Landgericht entscheidet im "Puten-Streit" für Greenpeace

    Hamburg/Düsseldorf (ots) - Greenpeace begrüßt das heute bekannt
gewordene Urteil des Landgerichts in Düsseldorf. Das Gericht hat den
Antrag des Puten-Züchters Heidemark auf Einstweilige Verfügung gegen
Greenpeace zurückgewiesen. Die Firma Heidemark, die ihren Sitz in
Garrel (Niedersachsen) hat, wollte die Greenpeace-Kampagne gegen
Massentierhaltung daran hindern, kritisch über die Missstände in der
Putenhaltung zu berichten.
    
    Greenpeace hat in den letzten Wochen auf die katastrophalen
Zustände in den Putenställen von Heidemark  aufmerksam gemacht und
vor den Ställen protestiert. In Stallanlagen werden zu viele Puten
auf engstem Raum gehalten und in wenigen Wochen auf ihr
Schlachtgewicht gemästet. Die seuchenhygienischen Bedingungen sind
äußerst schlecht. Bis zu zehn Prozent der Tiere verenden vorzeitig.
Die Puten erhalten erhebliche Mengen an Medikamenten über das
Tränkewasser, darunter diverse Antibiotika und Schmerzmittel. Ob
gesund oder krank - alle Tiere bekommen ihre Dosis, damit sie
halbwegs über die Runden kommen.
    
    Greenpeace-Aktivisten haben auch vor der deutschen Zentrale des
Nahrungsmittelherstellers Unilever in Hamburg protestiert. Unilever
kauft für seine Marke "Du darfst" Putenfleisch von Heidemark. Die
Umweltschützer fordern den Konzern auf, nur noch Fleisch zu beziehen,
das nicht aus Massentierhaltung stammt. Unilever hat bereits zwei
Anträge auf Einstweilige Verfügung gegen Greenpeace in Hamburg und
München zurückgezogen. Am Montag erhielt Greenpeace allerdings eine
Einstweilige Verfügung, die Unilever erwirkte, damit
Greenpeace-Gruppen in Supermärkten keine "Du darfst"- Produkte mehr
mit Aufklebern kennzeichnen.
    
    "Jetzt muss sich in den Ställen schleunigst etwas ändern", sagt
Martin Hofstetter, Landwirtschafts-Experte bei Greenpeace. "Wir
können zwar weiterhin deutlich sagen, dass für ‚Du darfst'-Produkte
Puten in Ställen eingepfercht, massiv mit Antibiotika gedopt und
teilweise sogar mit nicht zugelassenen Medikamenten behandelt werden.
Doch diese Industrieproduktion insgesamt muss ein Ende haben.
Unilever und Heidemark müssen begreifen, dass man mit kranken Tieren
keine gesunden und hochwertigen Lebensmittel herstellen kann."
    
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040-30618-397, und Pressesprecher Michael Hopf, Tel. 040-30618-345.
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