Greenpeace e.V.

Proteste gegen Adidas
Greenpeace-Aktivisten fordern weltweit saubere Produktion

Hamburg / Neuenkirchen-Vörden (ots) - Den Verzicht auf Gift in der Produktion von Adidas haben Greenpeace-Aktivisten mit einer Projektion am Adidas-Verteilzentrum für Zentral- und Westeuropa (Niedersachsenpark bei Neuenkirchen-Vörden) heute früh gefordert. Sie projizierten einen giftigen Adidas-Schuh mit der Botschaft: "Detox football NOW!" Morgen werden in 35 Städten in zehn Länden Greenpeace-Aktivisten vor Adidas-Geschäften gegen die giftige Produktion des Konzerns protestieren, auch in vielen deutschen Städten. Vergangene Woche hatte Greenpeace in einem Report (http://bit.ly/1iZNnLw) nachgewiesen, dass für die Produktion vieler WM-Artikel des Sportartikelherstellers Gifte verwendet wurden. Der Konzern hatte 2011 zugesagt, seine Produktion umzustellen, um ab dem Jahr 2020 besonders gefährliche Gifte daraus zu verbannen. "Adidas verdient Milliarden mit der Fußballweltmeisterschaft, hält aber seine Zusagen nicht ein", sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace. "Statt nur weitere Farben und Designs auf den Markt zu bringen, sollte Adidas endlich anfangen, sauber zu produzieren."

Mit Untersuchungen hat die unabhängige Umweltschutzorganisation mehrfach belegt, dass gefährliche Chemikalien aus Textilfabriken das Trinkwasser in den Herstellungsländern wie China und Mexiko verschmutzen. In den Produkten von Adidas fand sie hohe Konzentrationen an Perfluoroktansäure (PFOA) und Dimethylformamid (DMF) . Der Konzern will PFOA zwar ersetzen, derzeit aber nur durch ähnlich gefährliche Chemikalien. "Adidas muss endlich in die Offensive, statt sich hinter leeren Versprechen und falschen Ersatzstoffen zu verstecken", sagt Santen.

Protest im Netz: Die längste La-Ola-Welle der Welt

Die Greenpeace-Aktivisten wollen Adidas morgen an seine ökologische Verantwortung erinnern und vor Geschäften unter anderem in Berlin, Bochum, Hamburg und Frankfurt am Main. Auch vor Läden in Taiwan, Hong Kong, China, Indonesien, Russland und Mexiko werden die Umweltschützer einen überzeugenderen Einsatz des Konzerns einfordern. Neben Informationen zum Gift-Problem von Adidas bieten sie den Passanten an, Teil der weltweit größten digitalen La-Ola-Welle zu werden. Mit einer Smartphone-App können sich Sportfans weltweit beteiligen und ihre eigene Welle im Internet verbreiten. Die Videos werden dann zu einer langen La-Ola-Welle zusammengeschnitten, um die Forderung zu verbreiten.

Mit der internationalen Detox-Kampagne fordert Greenpeace Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. Beim Ranking von Greenpeace, dem Detox-Catwalk, schnitt Adidas wiederholt schlecht ab (LINK).

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an den Chemie-Experten Manfred Santen, Tel. 0151-1805 3387, oder Pressesprecher Patric Salize, Tel. 0171-8780 828. Fotomaterial erhalten Sie unter Tel: 040-30618377 (nicht aus allen Städten). Internet: www.greenpeace.de/kampagnen/detox Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.

Deutsche Städte in denen Greenpeace-Aktivisten morgen protestieren: Aachen, Berlin, Bochum, Dortmund, Braunschweig, Dresden, Düsseldorf, Erlangen, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Karlsruhe, Koblenz, Köln, Nürnberg, Osnabrück, Osnabrück, Paderborn, Saar, St. Wendel, Wetzlar.

 
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