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Zukunft Windkraft: Energie aus dem Meer für weniger CO2

Hamburg (ots) - Mit Windenergie kann Deutschland seine CO2-Emissionen weitaus stärker senken als bisher angenommen. Vor allem durch Windanlagen auf See könnten die Bundesrepublik und andere Nordseestaaten einen großen Beitrag zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele leisten. Das belegt eine Studie, die Greenpeace gemeinsam mit dem Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) heute in Hamburg an Bord der "MV Greenpeace" vorgestellt hat. Nach der Entwicklung auf dem deutschen Markt werden Windkraftanlagen an Land und zur See im Jahr 2005 bereits über 12 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr einsparen. Derzeit erspart Windenergie in Deutschland bereits 4,8 Millionen Tonnen CO2 jährlich, was den Emissionen von 1,6 Millionen Autos entspricht. Die Nordseeanrainerstaaten könnten bis 2005 insgesamt über 21 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Wie frühere Studien belegen, reicht das technische Potenzial von Offshore-Anlagen aus, um über die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland abzudecken. Für einen umweltverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie legt Greenpeace mit der Studie ein umfassendes Konzept für eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor, das die globalen und regionalen Auswirkungen von Windkraftanlagen berücksichtigt. "Die Nordsee ist ein gigantischer Speicher für Windenergie. Die Zukunft der Energieversorgung liegt bestimmt nicht mehr in Bohrinseln, die die Nordsee verschmutzen und deren Öl das Klima aufheizt", so Greenpeace-Energieexperte Sven Teske. "Die UN-Klimakonferenz in Den Haag Mitte November steht vor großen Schwierigkeiten. Mit dem Aufbau von Offshore-Windanlagen kann Deutschland jetzt schon einen gewaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten". Zur Zeit erzeugen rund 8.000 Windkraftanlagen an Land zwei Prozent des deutschen Stroms. In fünf Jahren, so die DEWI-Studie, wird der Anteil voraussichtlich bei 5 Prozent liegen. Offshore-Windanlagen gibt es bisher nur vor der dänischen und der nordenglischen Küste. In Deutschland sind derzeit sechs Windparks für das Nordseegebiet zwischen Sylt und Baltrum beantragt, von denen die ersten vermutlich noch in diesem Jahr genehmigt werden. Die Greenpeace-Studie zeigt, dass eine Windanlage auf See rund 40 Prozent mehr Strom erzeugt als ein Windrad an Land. Ihre Installation kostet derzeit jedoch noch 60 Prozent mehr als die einer Landanlage, vor allem wegen der höheren Kosten für Kabelverlegung und Fundament. "Ein küstennaher Offshore-Windpark mit vielen Windturbinen in flachem Wasser ist besonders wirtschaftlich. Kleinere Windparks, die weiter weg in tieferem Gewässer stehen, sind deutlich teurer," erklärt Ingenieur Holger Söker vom DEWI. Die Produktion von Offshore-Windanlagen schafft aber auch Arbeitsplätze: Stade, dessen Kernkraftwerk 2003 abgeschaltet werden soll, wäre ein idealer Standort für die Produktion und Verschiffung von Offshore-Windrädern. Nach Berechnungen von Greenpeace könnten 500 bis 1.000 Arbeitsplätze entstehen, während das Atomkraft Stade derzeit 350 Festangestellte und rund 100 Mitarbeiter von Fremdfirmen beschäftigt. ots Originaltext: Greenpeace e.V. Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Sven Teske, Tel. 0172-4040-754 und Pressesprecher Stefan Schurig, Tel. 0171-8780837. Die Studie ist unter www.greenpeace.de abrufbar. Ebenso erhalten Sie Foto- und Beta-SP-Material zu Windkraftanlagen auf See. Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

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