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Erfolg für Greenpeace: Novartis steigt aus Gentechnik in Lebensmitteln aus

Hamburg (ots) - Novartis, einer der weltweit größten Gentechnikkonzerne, verabschiedet sich von gentechnisch manipulierten Lebensmitteln. In einem Brief an Greenpeace räumt die Konzernabteilung für Konsumenten-Gesundheit ein: "Wegen der aktuellen Bedenken in der Bevölkerung gegen gentechnisch veränderte Produkte haben wir uns dazu entschlossen, alle Maßnahmen zu ergreifen, um weltweit die Verwendung dieser Produkte zu vermeiden." Betroffen sind nach Angaben der Firma unter anderem bekannte Marken wie Ovomaltine, Wasa und Isostar, die seit 30. Juni 2000 garantiert ohne gentechnisch manipulierte Pflanzen produziert werden. "Diese Entscheidung ist eine späte, aber weise Einsicht, der Lebensmittelkonzerne wie Nestlé oder Kelloggs folgen sollten", sagt Greenpeace-Gentechnikexperte Christoph Then. "Genmanipulierte Pflanzen sind nicht nur ein Risiko für Umwelt und Gesundheit, sondern auch für die Gewinne und Aktienkurse der Unternehmen, da keiner die Produkte kauft." In seinen eigenen Lebensmitteln ist Novartis damit "sauber". Doch über den Verkauf gentechnisch manipulierten Saatguts verschmutzt der Konzern weiterhin Nahrungsmittel. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa ist das Unternehmen der führende Anbieter von gentechnisch manipuliertem Mais. Einige Pflanzen von Novartis enthalten sogar Antibiotika-Resistenzen, die eine konkrete Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. Ein Konflikt, den der Konzern, der selbst Medikamente herstellt, nicht auflösen konnte. Deshalb wird seit einigen Monaten bei Novartis auch darüber verhandelt, wie sich der Konzern der ungeliebten Landwirtschaftsabteilung entledigen kann. Geplant ist, die Agrarsparte als eigenständiges Unternehmen namens "Syngenta" auszugliedern. Seit 1996 kämpft Greenpeace gegen Gentechnik im Essen und die Freisetzung von gentechnisch manipuliertem Mais der Firma Novartis in Deutschland. Mehrmals spürten Greenpeace-Aktivisten gentechnisch manipulierte Felder auf, kennzeichneten die Pflanzen und informierten Landwirte und Verbraucher über die Umweltrisiken. In der Folge blieb der Anbau genmanipulierter Pflanzen in Deutschland bisher die Ausnahme. "Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass Novartis jetzt auch aus dem Verkauf von genmanipuliertem Saatgut aussteigt", so Then. ots Originaltext: Greenpeace Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Achtung Redaktionen. Für Rückfragen stehen Ihnen Christoph Then unter Tel. 040-30618-395 oder Pressesprecherin Svenja Koch unter Tel. 040-30618-344 zur Verfügung. Internet-Info: www.greenpeace.de Original-Content von: Greenpeace e.V., übermittelt durch news aktuell

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