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Star-Geiger Nigel Kennedy im Interview mit JOURNAL FÜR DIE FRAU: "Ich fühlte mich fremdbestimmt!"

    Hamburg (ots) - Nigel Kennedy, 45, wurde als unzähmbarer Punk-Paganini weltbekannt. Ohne schrille Frisur - aber einzigartig wie eh und je - ist er nach fünfjähriger Konzertpause ab April auf Deutschland-Tour. Mit JOURNAL-Autorin Dagmar Zurek traf sich der "Badboy der Klassik" vorab zum ausführlichen Gespräch in Baden-Baden und sprach offen über seinen Lebenswandel, Erfolg und die Liebe zur Musik.

    Auf die Frage nach den Gründen seiner langen Konzertabstinenz, antwortete der Engländer: "Ich fühlte mich fremdbestimmt. Das lag im Wesentlichen an meinem damaligen Manager, der jeden meiner Schritte kontrollieren wollte. (...) Das war mir zu viel." Den Wunsch zur Veränderung seines Outfits begründet er mit der falschen Wahrnehmung seiner Musik: "Ich hatte keine Lust mehr, nur als exzentrischer, bunt angezogener Geiger zu gelten. Die Leute sollten mich nicht nur schräg und abgefahren finden, sondern auch zur Kenntnis nehmen, was ich spiele."

    Auch hätte die Geburt seines fünfjährigen Sohnes Sark viel verändert: "Ein Kind stellt das Leben komplett auf den Kopf. Ob du willst oder nicht. In persönlichen Dingen, gleich welcher Art, gibt es immer Augenblicke, in denen du dich entscheiden kannst, abzuhauen, alles hinzuschmeißen. Aber für mein Kind gibt es nur vorbehaltlose Liebe. Es wird nie den Moment geben, wo ich mein Kind verlasse."

    Über seine Lehrmeister Yehudi Menuhin und Stéphane Grappelli sagte er: "Sie rieten mir, dass ich beim Spielen meine Persönlichkeit mit einbringen und authentisch bleiben solle. (...) Lassen sie es mich anders ausdrücken: Von Menuhin lernte ich, ein gutes Glas Wein zu trinken, von Grappelli, einen feurigen Brandy zu genießen." Auch Mozart habe ihn immer begeistert: "In meinen Augen war er zwar ein bisschen unterbelichtet, aber er steckte voller unbändiger Lebenslust. Und das Schönste ist, dass er sie auch voll ausgekostet hat. Darum beneide ich ihn."

    Darauf angesprochen, wie wichtig Geld für ihn sei, betonte der Star-Virtuose: "Gute Umsätze erfreuen vor allem meine Plattenfirma. (...) Außerdem ist ohne Moos nix los. Gute Instrumente sind teuer. Von Ruhm allein kann man keine Geige bezahlen."

    Das komplette Interview erscheint in der neuen Ausgabe von JOURNAL FÜR DIE FRAU, ab 2. April 2002 im Handel.

    Zitate aus dieser Vorabveröffentlichung sind nur unter Quellenangabe "JOURNAL FÜR DIE FRAU" zur Veröffentlichung frei.


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