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Axel Springer startet mit kräftigem Ergebniswachstum in das Geschäftsjahr

Berlin (ots) - EBITDA steigt um 5,2 Prozent / Umsatz legt trotz Entkonsolidierungseffekten um 0,4 Prozent zu / Prognose bestätigt / Aggregierte Nutzungsdaten: Axel Springer erreicht weltweit 200 Millionen Unique User / Funke-Mediengruppe zahlt im zweiten Quartal Darlehen in Höhe von EUR 260,3 Mio. vorzeitig zurück

Axel Springer profitierte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2016 erneut von der Wachstumsdynamik seiner digitalen Geschäftsmodelle. Sie steigerten ihren Beitrag zum Konzernumsatz auf 67 Prozent und erwirtschafteten 72 Prozent des Konzern-EBITDA. Durch die zunehmende Internationalisierung der digitalen Aktivitäten erhöhte sich zudem der Anteil der Auslandserlöse am Konzernumsatz leicht auf rund 48 Prozent. Der Konzernumsatz legte insgesamt um 0,4 Prozent auf EUR 783,4 Mio. (Vj.: EUR 780,6 Mio.) zu. Er wurde im ersten Quartal spürbar durch Entkonsolidierungseffekte geprägt. Unter anderem wirkte sich hier die Einbringung der Schweizer Aktivitäten in die Ringier Axel Springer Schweiz AG aus, deren Umsatz nicht mehr von Axel Springer konsolidiert wird, sowie der Verkauf von Talpa Germany und Smart AdServer. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte verzeichnete Axel Springer einen Umsatzanstieg von 4,6 Prozent.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,2 Prozent auf EUR 125,9 Mio. (Vj.: EUR 119,8 Mio.) zu. Wesentlicher Treiber hierfür war ein deutlicher Anstieg bei den Rubrikenangeboten. Die EBITDA-Rendite verbesserte sich von 15,3 Prozent auf 16,1 Prozent. Auf Basis der Entwicklung im ersten Quartal hält Axel Springer unverändert an der zur Bilanzvorlage Anfang März 2016 veröffentlichten Prognose fest.

Digitale Reichweite: Weltweit 200 Millionen Unique User

Die starke Stellung der digitalen Aktivitäten von Axel Springer wird durch aggregierten Zahlen für die digitale Reichweite des Konzerns untermauert: Im ersten Quartal erreichte das Unternehmen demnach mit allen digitalen Plattformen 200 Millionen Unique User weltweit im Monatsdurchschnitt (comScore/eigene Berechnungen). Die durchschnittliche monatliche Zahl der Visits belief sich auf 1,4 Milliarden, zudem wurden 1,1 Milliarden Videos aufgerufen.

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE: "Bei der Umsetzung unserer digitalen Wachstumsprojekte haben wir im ersten Quartal gute Fortschritte gemacht. Mit unseren digitalen Angeboten erreichen wir mittlerweile weltweit 200 Millionen Nutzer. Drei Viertel unserer Nutzer entfallen auf unsere journalistischen Marken. Diese starke Reichweite wollen wir weiter ausbauen."

Digitale Wachstumsprojekte vorangetrieben

Im ersten Quartal trieb Axel Springer vor allem die Weiterentwicklung seiner digitalen Wachstumsprojekte Business Insider und Upday sowie den Ausbau des US-Geschäfts der Bonial-Gruppe voran. Nach der erfolgreichen Testphase startete die Plattform für aggregierte Nachrichteninhalte Upday Ende Februar ihre Vollversion in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen. Auch bei den journalistischen Bezahlangeboten legte der Konzern weiter zu. Mit insgesamt 394.000 zahlenden digitalen Abonnenten (IVW Paid Content 03/2016) verzeichneten die Angebote von BILD und DIE WELT erneut Zuwächse.

Nach Abschluss des Quartals erwarb Axel Springers Mehrheitsbeteiligung @Leisure Group, einer der führenden Betreiber von Online-Vermittlungsportalen für Ferienimmobilien in Europa, die Mehrheit an der Traum-Ferienwohnungen GmbH mit Sitz in Bremen. Mit dem Erwerb des Betreibers der Buchungsplattform traum-ferienwohnungen.de vereint die @Leisure Group nun alle Angebotsformen zur Vermittlung von Ferienhäusern und -wohnungen unter einem Dach.

Durch den Ausbau des Digitalgeschäfts sowie durch Akquisitionen erhöhte sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Berichtszeitraum um 2,0 Prozent auf 14.886 (Vj.: 14.595).

Konzernüberschuss deutlich über Vorjahr

Der um Sondereffekte und Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen bereinigte Konzernüberschuss verbesserte sich um 13,3 Prozent auf EUR 65,3 Mio. (Vj.: EUR 57,6 Mio.). Damit erzielte Axel Springer ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von EUR 0,53 gegenüber EUR 0,44 im Vorjahr. Der Konzernüberschuss erhöhte sich im Berichtszeitraum deutlich von EUR 43,0 Mio. auf EUR 209,4 Mio. Wesentlich hierfür waren Einmaleffekte aus der Anfang 2016 vollzogenen Einbringung unseres Schweizer Geschäfts in das neu gegründete Joint Venture mit Ringier in der Schweiz sowie Erlöse aus dem Verkauf von CarWale in Indien. Das Ergebnis je Aktie stieg folglich auf EUR 1,88 (Vj.: EUR 0,32).

Reduzierung der Nettoverschuldung / Vorzeitige Darlehensrückzahlung durch die Funke-Mediengruppe im zweiten Quartal

In den ersten drei Monaten des Jahres verminderte sich der frei verfügbare Cashflow um 6,4 Prozent auf EUR 66,4 Mio. (Vj.: EUR 70,9 Mio.). Die Nettoverschuldung reduzierte sich von EUR 1.066,6 Mio. zum Jahresende 2015 auf EUR 902,4 Mio. zum 31. März 2016. Zum Quartalsende waren EUR 558,0 Mio. (31. Dezember 2015: EUR 618,0 Mio.) der bestehenden langfristigen Kreditlinien in Höhe von EUR 1.500,0 Mio.in Anspruch genommen. Die Eigenkapitalquote von Axel Springer belief sich Ende März auf 41,4 Prozent (Vj.: 38,6 Prozent).

Nach Abschluss des Quartals hat die Funke-Mediengruppe am 29. April 2016 vorzeitig die komplette Rückzahlung des Verkäuferdarlehens für den Erwerb der Regionalzeitungen sowie der Programm- und Frauenzeitschriften aus dem Jahr 2014 in Höhe von rund EUR 260,3 Mio. inklusive Zinsen an Axel Springer geleistet. Die Nettoverschuldung von Axel Springer lag nach Rückzahlung des Verkäuferdarlehens und Auszahlung der Dividende zum Ende April bei rund EUR 881 Mio.

Überblick über die Entwicklung der operativen Segmente

Das Segment Rubrikenangebote steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 20,9 Prozent auf EUR 212,9 Mio. (Vj.: EUR 176,2 Mio.). Neben einem kräftigen organischen Wachstum von 10,3 Prozent wirkten sich hier auch Konsolidierungseffekte insbesondere aus der Einbeziehung von Immowelt aus. Das EBITDA des Segments stieg erneut deutlich um 18,4 Prozent auf EUR 83,2 Mio. (Vj.: EUR 70,2 Mio.). Um Konsolidierungseffekte bereinigt verzeichneten die Rubrikenangebote einen EBITDA-Anstieg von 11,7 Prozent. Mit einer EBITDA-Rendite von 39,1 Prozent (Vj.: 39,9 Prozent) blieb das Segment hochprofitabel.

Der Umsatz des Segments Bezahlangebote belief sich in den ersten drei Monaten auf EUR 340,8 Mio. und lag damit um 5,5 Prozent unter dem Vorjahr (EUR 360,7 Mio.). Bereinigt um Konsolidierungseffekte, die im Wesentlichen auf die Entkonsolidierung des Schweizer Geschäfts zurückzuführen sind, verringerte sich der Umsatz lediglich um 1,1 Prozent. Das EBITDA der Bezahlangebote ging im Berichtszeitraum um 14,7 Prozent auf EUR 37,1 Mio. (Vj.: EUR 43,5 Mio.) zurück. Hier wirkten sich vor allem die geplanten Wachstumsinvestitionen in Business Insider und Upday aus, ohne die das Ergebnis leicht angestiegen wäre. Bei den nationalen Angeboten, insbesondere bei der BILD- und WELT-Gruppe, verbesserte sich das Ergebnis. Die EBITDA-Rendite des Segments lag bei 10,9 Prozent nach 12,1 Prozent im Vorjahr.

Im Segment Vermarktungsangebote lag der Umsatz im ersten Quartal mit EUR 210,5 Mio. um 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert (EUR 219,0 Mio.). Die rückläufige Entwicklung ist ausschließlich auf den Verkauf von Talpa Germany und Smart AdServer zurückzuführen. Konsolidierungsbereinigt erzielte das Segment ein Umsatzwachstum von 4,4 Prozent. Das EBITDA der Vermarktungsangebote verringerte sich im Berichtszeitraum um 11,7 Prozent auf EUR 19,5 Mio. (Vj.: EUR 22,1 Mio.). Hierfür waren unter anderem die geplanten Aufwendungen für den Ausbau der Bonial-Gruppe in den USA ausschlaggebend. Die EBITDA-Rendite belief sich folglich auf 9,3 Prozent (Vj.: 10,1 Prozent).

Hinweis: Diese Presseinformation, die Konzern-Kennzahlen sowie die Quartalsmitteilung sind in Deutsch und Englisch unter www.axelspringer.de/q1-2016 abrufbar.

Pressekontakt:

Michael Schneider /
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