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Schriftstellerin Lily Brett exklusiv im Gespräch mit JOURNAL FÜR DIE FRAU: "Am liebsten möchte ich meinen Vater verkuppeln"

Hamburg (ots) -Lily Brett ist einer der neuen Stars der Buchszene. Seit dem 16. März 2001 reist die preisgekrönte Erfolgsautorin ("Einfach so") bis Ende des Monats durch Deutschland, um aus ihrem neuesten Roman zu lesen. Mit dabei: Vater Max Brett, Überlebender des Holocaust. Im Vorfeld ihrer Lesereise gab Lily Brett JOURNAL FÜR DIE FRAU in ihrer Wahlheimat New York ein Interview - als einziger deutscher Frauenzeitschrift. JOURNAL FÜR DIE FRAU sprach mit Lily Brett über ihr neues und elftes Buch "Zu viele Männer", über ihren Vater, ihr Privatleben und ihre Lust am Schreiben. Auszüge des Interviews aus Heft 7/2001 (EVT: 21. März 2001) sind beigefügt und unter Quellenangabe JOURNAL FÜR DIE FRAU zur Veröffentlichung frei. In dem Roman "Zu viele Männer" reist eine Jüdin mit ihrem Vater nach Polen an die Stätten des Grauens. Lily Brett, selbst Kind von Auschwitz-Über-lebenden, begründet im Interview, warum in ihrem neuesten Werk das Thema Holocaust erstmalig im Vordergrund steht: "Für mich war es sehr wichtig, dieses Buch zu schreiben. Ich war davon wie getrieben. Eine lange Zeit schon. Es fasst alles zusammen, womit ich mich Zeit meines Lebens beschäftigt habe." Auch über die innige Beziehung zu ihrem Vater, der sie bei der Lesereise begleitet, spricht Lily Brett: "Ich liebe ihn sehr. Trotzdem treibt er mich manchmal zum Wahnsinn, und ich ihn auch. Dabei ist er sehr stolz auf mich, meinen Erfolg, sehr gerührt bei jeder Preisverleihung. Aber ich sorge mich ständig um ihn, seine Gesundheit, seine Einsamkeit nach dem Tod meiner Mutter, möchte ihn verkuppeln, und das treibt ihn an die Decke (...)." Auf die Frage, wie es sich als Frau in Soho, dem Moloch von New York lebt, antwortet Lily Brett: "Hier muss man nicht Teil eines Paares sein. Frauen tun hier unentwegt alles allein. Obwohl das Hauptthema der New Yorkerin die ewige Suche nach dem Mann ist." Das Thema Emanzipation beschäftigt Lily Brett immer wieder in ihren Romanen, so auch in einem ihrer zwei neuen Bücher: "Ich schreibe unentwegt über Frauen. Diesmal geht es um meine Enttäuschung darüber, dass Frauen immer noch nicht mehr Freiheit und Macht gewonnen haben. Jedes Mal, wenn ich in Deutschland bin, frage ich, wie viele Frauen stehen jetzt an der Spitze. Wenige. Ich reise herum wie eine Wanderpredigerin, sage immer: 'Kriegt die Kinder später, macht erst Karriere', und ich fürchte, ich hinterlasse eine Spur von kinderlosen Frauen." Die Liebe zu ihrem Beruf erklärt Lily Brett ebenfalls: "Das ist das Allerwunderbarste am Schreiben: Man kann sein, wer und wie immer man sein möchte. Derb, drastisch, unanständig. Im richtigen Leben funktioniert das nicht." Das Interview erscheint in JOURNAL FÜR DIE FRAU, Heft 7/2001, ab 21. März 2001 im Handel. Darüber hinaus ist das komplette Gespräch, das JOURNAL FÜR DIE FRAU-Autorin Heike Gätjen mit Lily Brett in New York führte, im Internet auf der Homepage von JOURNAL FÜR DIE FRAU unter www.journal.de veröffentlicht. ots Originaltext: ASV Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für weitere Informationen steht Ihnen Birgit Mertin zur Verfügung. Telefon: (0 40) 3 47-2 65 22 E-Mail: bmertin@asv.de Diese Presseinformation kann im Internet unter www.asv.de abgerufen werden. Original-Content von: Axel Springer SE, übermittelt durch news aktuell

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