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Monika Hohlmeier im HÖRZU-Interview: "Kinder sollen nicht Staffage werden"

    Hamburg (ots) - Bayerns Bildungsministerin begründet im Gespräch
mit dem Programm-Magazin, warum Schülern die Teilnahme an der
Geburtstagsparty zur "Sendung mit der Maus" untersagt wurde
    
    In Bayern hat das Bildungsministerium Schulkindern die Teilnahme
an einer Sondersendung zum 30. Geburtstag der ARD-Sendung "Die
Sendung mit der Maus", verboten, die vom WDR produziert wird.
    
    In einem Interview mit HÖRZU nimmt Bayerns Bildungsministerin
Monika Hohlmeier, CSU, erstmals Stellung. So begründet sie die von
ihr gefällte Entscheidung mit dem Hinweis, dass zwei Stunden
Unterricht dafür ausgefallen wären "und das sehe ich nicht ein".
    
    Außerdem wirft die Politikerin und Tochter von
Ex-Ministerpräsident Franz Josef Strauß dem WDR vor, die Anfrage an
das Bildungsministerium nicht seriös geführt zu haben: "In der
Anfrage irgendeiner Event-Agentur, also noch nicht einmal vom WDR
selber, hat mich einfach der Tonfall gestört (...). Die Kinder wären
bei diesem Projekt reine Staffage gewesen, Gebrauchsgegenstände,
Dekorstücke, mehr nicht."
    
    Auf die Frage, ob ihre Reaktion anders gewesen wäre, wenn nicht
der WDR, sondern eine andere ARD-Anstalt, die der CSU näher steht,
die Federführung gehabt hätte, antwortete die Ministerin: "Wir
arbeiten grundsätzlich mit allen öffentlich-rechtlichen
Fernsehanstalten zusammen. Man hätte uns nur einen kompetenteren
Ansprechpartner schicken müssen, dann hätten wir sicherlich eine
Lösung gefunden."
    
    WDR-Intendant und ARD-Vorsitzender Fritz Pleitgen reagierte
prompt: "Die Einladung, mit der "Maus" nach Bayern zu kommen, nehmen
wir natürlich gerne an. Die Kritik von Frau Hohlmeier können wir aber
nicht ganz nachvollziehen. Alle Kinder, die in den acht anderen
Städten beim Maus-Foto und Film dabei waren, haben sich freiwillig
gemeldet, das muss man wissen. Ich bin sicher, dass dies im Leben der
Maus-Fans ein schöner Höhepunkt war. Außerdem war es eine gute
Gelegenheit mitzuerleben, wie Fernsehen funktioniert. Viel besser als
man das in der Schule erklären kann."
    
    Das komplette Interview veröffentlicht HÖRZU in Heft 6 am 2.
Februar 2001.
    
    
ots Originaltext: Axel Springer Verlag AG
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