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UNO-Flüchtlingshilfe: Dringend Spenden für Somalia benötigt Ein Land in Auflösung - fast zwei Millionen Menschen auf der Flucht

Bonn (ots) - Die Lage in Somalia wird immer dramatischer. Knapp zwei Millionen Menschen sind bisher vor den ständigen Kämpfen zwischen der Übergangsregierung und den Al Shabaab Milizen sowie diversen anderen islamistischen Rebellengruppen geflohen. Davon suchen ungefähr 1,4 Millionen Somalier als Vertriebene im eigenen Land nach Schutz und Sicherheit, während etwa 575.000 die Grenzen zu den Nachbarländern Kenia, Äthiopien, Jemen und Dschibuti überschritten. Die Gewalteskalationen in den südlichen und zentralen Landesteilen von Somalia haben allein in diesem Jahr 200.000 Menschen zur Flucht gezwungen.

Vor allem in den drei Flüchtlingscamps im kenianischen Dadaab, eines der ältesten, größten und überfülltesten Lagerkomplexe weltweit, wird die Lage für die Somalier immer verzweifelter. Ursprünglich für rund 90.000 Flüchtlinge gebaut, leben jetzt dort 300.000 Menschen auf engstem Raum. Mit Tausenden Neuankömmlingen wird gerechnet, nachdem bereits 21.000 somalische Flüchtlinge in den ersten vier Monaten diesen Jahres die Grenze nach Kenia überquerten. 2010 haben darüber hinaus 37.000 Somalier in den Nachbarstaaten oder in weiter entfernten Ländern Asyl beantragt.

Um die ständig wachsende Zahl von Flüchtlingen versorgen, ihnen Schutz und Unterkunft geben zu können, benötigt das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) dringend zusätzliche finanzielle Mittel. Die Gelder sollen den Vertriebenen innerhalb Somalias sowie den somalischen Flüchtlingen in den Nachbarländern zugute kommen und werden in erster Linie für die Trinkwasserversorgung, die Gesundheitsvorsorge und für zusätzliche Unterkünfte zur Verfügung gestellt. Außerdem ist geplant, im Jemen und in Dschibuti neue Lager zu errichten. Das völlig überfüllten Ifo Camp, eines der drei Lager in Dabaab, soll erweitert werden.

Aufgrund der katastrophalen Lage der somalischen Flüchtlinge und Vertriebenen, hat die UNO-Flüchtlingshilfe, der Partner von UNHCR in Deutschland, dringend zu Spenden aufgerufen. Bereits im letzten Jahr unterstützte die UNO-Flüchtlingshilfe die Versorgung und Notunterbringung von somalischen Flüchtlingen sowie den Aufbau der Infrastruktur in Dadaab mit 140.000 Euro.

Helfen Sie somalischen Flüchtlingen:

Spendenkonto 2000 8850 
Sparkasse KölnBonn 
BLZ 370 501 98 
Stichwort: Somalia 

Spenden online und weitere Infos unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de

Pressekontakt:

Dietmar Kappe
Tel. 0228 - 62 986 14
kappe@uno-fluechtlingshilfe.de

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