UNO-Flüchtlingshilfe e.V.

Sicherheitslage in Ost-Kongo weiterhin prekär
Hilfstransporte erreichen Vertriebene per Luft und Straße

Katastrophe in Ost-Kongo: Ein hungriger, erschöpfter Flüchtlingsjunge wartet in einer Schlange auf Hilfe. Allein in der Krisenprovinz Nord Kivu sind 850.0000 Menschen vertrieben worden. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck bitte unter der Quellenangabe: UNHCR / P.Taggart

Bonn (ots) - Während die Sicherheitslage im Osten Kongos prekär bleibt, hat das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) seine Anstrengungen intensiviert, um Tausenden von Vertriebenen zu helfen. Gestern, am 10. November, erreichte eine Frachtmaschine mit 36 Tonnen Hilfsgütern vom UNHCR-Notfalldepot in Dubai aus die Stadt Entebbe in Uganda. Von dort aus werden rund 1.500 Ballen Plastikplanen und drei vorgefertigte Warenhäuser nach Goma geflogen, die Hauptstadt der Krisenprovinz Nord Kivu. Die restlichen Hilfsgüter - 3.000 Kanister, 2.650 Plastikplanen, 7.500 Decken und 1.500 Küchensets - kommen per LKW-Konvoi von Entebbe nach Bunia in den Osten der Demokratischen Republik Kongo. Bereits letzte Woche hat UNHCR aus seinem Depot in Ngara in Tansania Güter für etwa 50.000 Menschen in die Krisenregion gebracht.

Trotz vereinzelter Schießereien am letzten Sonntag, gab es keine großen Flüchtlingsbewegungen im Kibati Flüchtlingslager in den nördlichen Außenbezirken von Goma. Die Sicherheitslage für die 65.000 Vertriebenen dort bleibt jedoch extrem prekär. UN-Flüchtlingskommissar António Guteress appellierte daher wiederholt an alle Konfliktparteien, den zivilen Charakter des Flüchtlingslagers zu respektieren sowie die Sicherheit der Lagerbewohner und der Flüchtlingshelfer nicht zu gefährden.

Nach dem Zustrom von Flüchtlingen nach Kibati - innerhalb weniger Tage wuchs die Zahl der Lagerbewohner von 15.000 auf 65.000 Binnenvertriebene - haben UNHCR-Helfer sechs mobile Großraumzelte errichtet, die für rund 1.200 Menschen als Unterkunft dienen. Die Verteilung von Decken, Schlafmatten, Küchensets, Moskitonetzen und Kanistern wird heute beginnen.

Ein großes Problem ist nach UNHCR-Angaben die Vertreibung Tausender Menschen in Rutshuru und Kanyabayonga nördlich von Goma, wo es aufgrund der Unsicherheit keinen Zugang für die Helfer gibt. Wegen der katastrophalen Lage der Vertriebenen in Ost-Kongo, ruft die UNO-Flüchtlingshilfe, der Partner von UNHCR in Deutschland, dringend um Spenden auf.

Helfen Sie den Flüchtlingen in Ost-Kongo:

   UNO-Flüchtlingshilfe, Spendenkonto 2000 88 50 
   Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98 
   Stichwort: Kongo 

Spenden online: www.uno-fluechtlingshilfe.de

Pressekontakt:

Dietmar Kappe
Tel. 0228 62 98 614
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