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Mittelbayerische Zeitung: Däubler-Gmelin: Kein neues Gesetz zu Patientenverfügungen, sondern klare Informationen

Regensburg (ots)

Regensburg. Vor der Bundestagsdebatte über
Patientenverfügungen an diesem Donnerstag  hat sich die Schirmherrin 
der Deutschen Hospizbewegung und frühere Bundesjustizministerin Herta
Däubler-Gmelin (SPD) gegen eine gesetzliche Regelung zu 
Patientenverfügungen ausgesprochen. Sie sagte der Mittelbayerischen 
Zeitung (Regensburg/Donnerstagausgabe): "Ich finde, wir brauchen 
eigentlich keine neuen Gesetze. Was wir dringend brauchen, sind mehr 
und klare Informationen, was gilt und was nicht, weil viele 
Betroffene, aber auch Ärzte, Schwestern und Angehörige nicht so recht
wissen, wie sie mit dem Willen der Patienten umgehen sollen."
Sie habe die Erfahrung gemacht, dass im Fall von Patienten, die sich 
nicht mehr äußern können, keine Probleme entstehen, wenn vernünftige 
Angehörige oder Bevollmächtigte dem behandelnden Arzt mitteilen, was 
der Patient wollen würde. "Sterben-Lassen in Würde ist wichtig, nicht
Leidensverlängerung", betonte Däubler-Gmelin, die auch Vorsitzende 
des Bundestags-Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe 
ist.
Die SPD-Politikerin forderte zugleich "mehr Schmerztherapie, 
Palliativmedizin und Sterbebegleitung" in Deutschland. Sie erinnerte 
in diesem Zusammenhang an hunderttausend Frauen und Männer, die sich 
ehrenamtlich in der Sterbebegleitung der Hospizbewegung engagierten. 
Sie verlangte von den Universitäten mehr Unterstützung bei der 
Ausbildung von Schmerztherapeuten und Palliativmedizinern sowie mehr 
Fortbildung für Ärzte und Schwestern.

Pressekontakt:

Rückfragen bitte an:
Mittelbayerische Zeitung
Ulrike Strauss
Chefin Mantelredaktion
Telefon: 0941 207 368

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