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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Exporten: Zu viel des Guten von Bernhard Fleischmann

Regensburg (ots) - Jeden Monat aufs Neue verkündet das Statistische Bundesamt Exportrekorde. Dieser Erfolg ist ein zweischneidiger, und besser wäre es, er würde nicht so deutlich ausfallen. Denn er fördert allerorten die Neigung, die Wirtschaft gegenüber Deutschland abzuschotten. Gut, wir sind eigentlich gegen die EZB-Politik, wegen der dahinsiechenden südlichen Mitgliedsländer die Zinsen so niedrig zu halten, dass sie - für unsere florierende Wirtschaft - viel zu niedrig sind. Der Euro hat sich zuletzt zwar erholt, ist aber immer noch relativ günstig. Das spüren Urlauber, wenn sie etwa in den Dollarraum reisen. Reisende bemerken auch, dass in verschwiegenen Ecken Südeuropas das mobile Internet besser ausgebaut ist als im Kreis Regensburg oder Cham. Wann, wenn nicht jetzt, sollen wir uns die Investitionen leisten und so auch mehr Importe anstoßen? Schulen, Verkehrswege, digitale Netze, überall herrscht Handlungsbedarf. Es wäre besser, dort das Geld auszugeben als es den Ländern zu leihen, die uns dafür unsere Waren abkaufen.

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