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Mittelbayerische Zeitung: Mittelbayerische Zeitung (Regensburg) zum SSV Jahn Regensburg:

Regensburg (ots) - Es gab Zeiten, da galt der SSV Jahn als Synonym für Pleiten, Pech und Pannen: Immer wieder hatte der Club für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Den Kickern wurde sogar schon einmal den Strom abgestellt, weil der Verein seine Rechnungen nicht bezahlen konnte. Doch diese Zeiten sind vorbei. Der Club steht so gut da wie schon lange nicht mehr: auf dem Platz, aber auch außerhalb des Spielfeldes. Die Anforderungen zur Lizenz für die 2. Liga wurden problemlos erfüllt, die kontinuierliche Aufbauarbeit der Verantwortlichen mit Präsident Hans Rothammer und Sportchef Christian Keller trägt Früchte. Sie haben es verstanden, den Jahn als Verein, als Marke für die gesamte Region zu positionieren. Die Fußballfans in Ostbayern und darüber hinaus identifizieren sich mit dem Club, Sponsoren honorieren die solide Arbeit, die keine Investitionen in Luftschlösser vorsieht, sondern auf dem Boden des Machbaren fußt. Der Jahn ist ein Verein mit langer Tradition und kein künstlich geschaffenes Wirtschaftskonstrukt, das irgendwelche Geldgeber aus undurchsichtigen Gründen aus dem Boden gestampft haben. Genau das muss der Jahn auch bleiben - und er wird es auch, egal wer auch immer sich die Tretzel-Anteile möglicherwiese sichern will. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum sich eine bislang gesichtslose Beteiligungsgesellschaft aus München für die Aktien interessiert, deren Wert gegen Null geht - zumal die potenziellen Investoren dank des Vertragwerks beim Jahn, das die Kompetenzen klar regelt, im operativen Geschäft sowieso nichts zu melden haben. Die Investorengruppe wäre gut beraten, die Finger vom SSV zu lassen. Mit Sport scheinen sie ohnehin nichts am Hut zu haben - im Gegensatz zu den Jahn-Sponsoren, die in der Region nicht nur wirtschaftlich, sondern auch emotional verankert sind. Der langjährige Jahn-Gönner Volker Tretzel - laut Staatsanwaltschaft einer der Hauptakteure in der Korruptionsaffäre - könnte dem Club einen letzten Dienst erweisen und seine Anteile an den Jahn verkaufen.

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