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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Jürgen Scharf zu Fußball-Bundesliga/Fair Play

Regensburg (ots) - Über Fouls und die entsprechenden Schiedsrichter-Entscheidungen wurde im Fußball schon immer viel diskutiert - selten aber so viel wie derzeit. BVB-Trainer Thomas Tuchel beschwert sich über die Härte der Gegner, Hertha-Manager Michael Preetz sieht darin ein Ablenkungsmanöver. Bayern-Star Franck Ribery gibt offen zu, dass er ab und zu auf dem Platz ausrastet, dies liege wiederum aber vor allem daran, dass er selbst so oft und vorsätzlich gefoult werde. Geredet wird also viel - und unterm Strich auch zu viel. Denn an dieser Foul-Debatte ist etwas faul. Sicher, es mag wirklich sein, dass mancher Trainer seine Spieler vor einer Partie gegen Bayern München hinter vorgehaltener Hand darauf hinweist, dass Ribery leicht reizbar sei. Ein Schubser hier, ein versteckter Tritt da - schon steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Franzose wutentbrannt um sich schlägt und dafür einen Platzverweis bekommt. Wenn hinter den Attacken auf Ribery wirklich Kalkül steckt, ist das auch mehr als bedauerlich - aber nicht zu ändern. Fair-Play-Schwüre haben im Fußball meist nur bis zum ersten Gegentor Gültigkeit. Es braucht eigentlich auch überhaupt keine Foul-Debatte. Denn noch immer gibt es im Fußball klare Regeln. Wer seinen Gegenspieler absichtlich tritt oder schlägt, bekommt Rot. Aus, fertig! Vergangene Saison wurden die Bundesliga-Schiedsrichter - oft zu Recht - schwer gescholten. In der aktuellen Spielzeit machen sie bislang einen absolut guten Job. Man darf ihnen durchaus zutrauen, dass sie erkennen, wer sich an die Regeln hält und wer nicht - ganz ohne Debatte.

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