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Mittelbayerische Zeitung: Scheinfriede

Regensburg (ots) - Alle Zeichen deuten darauf hin, dass der aktuelle Tarifkonflikt bei der Bahn schnell beigelegt werden kann. Bei aller Freude darüber ist aber auch klar: Es kommen wieder andere Zeiten. Denn das eigentliche Problem, nämlich welche Gewerkschaft wie mit der Bahn verhandeln darf, ist nicht gelöst. Das Tarifeinheitsgesetz ist zwar verabschiedet. Doch die Gegner des Gesetzes werden alles daransetzen, es wieder zu kippen - auch wenn sie damit bis jetzt keinen Erfolg hatten. Je länger aber die Situation unklar ist, desto bedrohlicher erscheint die Zahl 2020 für die Bahnfahrer. Bis dahin gilt die von GDL und Bahn ausgehandelte Aussetzung des Prinzips "ein Betrieb, ein Tarif". Ohne diese Sonderregel würde die Lokomotivführergewerkschaft einen Großteil ihrer Verhandlungskraft verlieren - und das kommt für Claus Weselsky und seine Kollegen nicht in Frage. Es ist also zu erwarten das die nächste, spätestens die übernächste Tarifrunde bei der Bahn wieder eine harte wird. Alle Tarifpartner wären gut beraten sich für diese Zeit zu überlegen, was passiert, wenn die Gerichte nicht in ihrem Sinne entscheiden.

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