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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Rom: Politikversagen von Sebastian Heinrich

Regensburg (ots) - Keine europäische Metropole hat so viel Potenzial wie Rom: so viele atemberaubende Panoramen, so viel geschichtliche Größe. Und keine europäische Metropole macht so wenig aus ihrem Reichtum wie Rom: Die ewige Stadt ist verdreckt, die Infrastruktur zerfällt, es ist nicht einmal Geld dafür da, um Kolosseum oder Forum Romanum instandzuhalten. Es ist ein Zustand, der jedem Italien-Liebhaber das Blut in den Adern gefrieren lässt. Schuld daran ist die Politik. Rom ist bankrott, finanziell wie politisch. Der "Mafia Capitale"-Skandal hat gezeigt, dass die Verwaltung der italienischen Hauptstadt von Korruption und organisierter Kriminalität durchsetzt ist, dass öffentliche Gelder in unfassbarem Ausmaß versickern und in die Hände von Verbrechern geraten. Für Menschen in Deutschland ist der Zustand Roms ein warnendes Beispiel: Das passiert mit einer Stadt, wenn Korruption nicht mehr die skandalöse Ausnahme ist, sondern die Regel. Verhindern können das nur wachsame Bürger, die ihre demokratischen Rechte nutzen und den Mächtigen auf die Finger schauen.

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