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Mittelbayerische Zeitung: Verscheucht
Kommentar zu Snapchat

Regensburg (ots) - Vor ein paar Monaten fragte ich in meinem Bekanntenkreis herum und erntete ein ernüchterndes Ergebnis: Fast niemand nutzte Snapchat. "Das erschließt sich mir nicht", bekam ich meist zu hören. Nur ein einziger Finger erhob sich. "Ich nutze Snapchat, um damit meine 17-jährige Schwester zu stalken." Und da liegt der Hund begraben: Der Instant-Messaging-Dienst kommt gerade bei den Teenies an. Oder besser: kam. Jetzt ziehen nämlich auch "wir Erwachsenen" nach und merken, welchen Spaß es macht, witzige Kurzvideos zu drehen und die mit quietschbunten Smileys und Bildchen aufzupeppen. Prominente tummeln sich bei Snapchat, Nachrichtenseiten und selbst erzkonservative Politiker. Verscheuchen wir damit die Teenies, die nun bei Snapchat nicht mehr unter sich sein können? Keine Sorge. Drinnen im Smartphone wartet schon die nächste App, auf der sie ungestört ihren Spaß haben können - ohne dass Mama, Papa oder der große Bruder auch mitspielen wollen. Zumindest in den ersten paar Monaten.

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