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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Martin Anton zu VW/Abgasskandal

Regensburg (ots) - Persönliche Gründe geben Volkswagen und Michael Horn als Grund für den Rücktritt des US-Chefs an. Das muss man respektieren. Trotzdem hinterlässt der Abschied von Horn zu diesem Zeitpunkt einen bitteren Beigeschmack. Als der Abgasskandal bekannt wurde, wäre der US-Chef eigentlich das logische Bauernopfer gewesen. Selbst wenn Horn keine Schuld an den Manipulationen der Abgaswerte trifft, hätte VW damit ein Signal setzen können. Stattdessen schickte der Konzern Horn auf Büßertournee durch die USA. Er ließ sich vom US-Kongress bei einer Anhörung rösten und entschuldigte sich mehrmals öffentlich. Es wäre verständlich, wenn Horn diese Rolle jetzt zuviel geworden wäre. Wie dem auch sei, für Volkswagen ist der Abgasskandal in den USA noch lange nicht vorüber. Mit Horn verliert der Konzern einen bei den amerikanischen Autohändlern beliebten Manager, der in den vergangenen 25 Jahren die Karriereleiter bei den Wolfsburgern beständig nach oben geklettert ist. Gleichzeitig bietet der Abschied VW die Chance, mit einem neuen Gesicht den US-Kunden und -Behörden einen Neuanfang zu vermitteln.

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