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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Frauen in der deutschen Raumfahrt: Überfällig, von Louisa Knobloch

Regensburg (ots) - Es ist über 50 Jahre her, dass mit der sowjetischen Kosmonautin Valentina Tereschkowa am 16. Juni 1963 die erste Frau ins Weltall startete. Unter den bislang elf deutschen Raumfahrern findet sich aber auch im Jahr 2016 noch keine Frau. Dass nun ein Unternehmen die erste deutsche Astronautin sucht, ist daher eine tolle Idee. Die Kandidatin wäre nicht die erste Astronautin, die mit einer privat finanzierten Mission ins All fliegt. Die Britin Helen Sharman hatte sich 1989 auf einen Radiospot hin für eine kommerzielle sowjetisch-britische Mission beworben und war aus 13 000 Bewerbern ausgewählt worden. 1991 flog sie zur Raumstation Mir. Klar ist, dass eine mögliche deutsche Astronautin die notwendigen Qualifikationen - etwa ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium - und körperlichen Voraussetzungen für einen Flug ins All mitbringen muss. Denn das Astronautentraining ist für alle Bewerber gleich. Für Mädchen und junge Frauen, die sich für Raumfahrt und Technik interessieren, wäre die erste Deutsche im All der lebende Beweis dafür, dass der Berufswunsch Astronautin kein unerfüllbarer Traum sein muss. Zudem haben Studien gezeigt, dass gemischte Teams aus Männern und Frauen besser arbeiten. Das gilt an Bord der ISS sicher ebenso wie auf der Erde.

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