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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar-Auszug Christine Schröpf zur Bayern-Ei-Affäre

Regensburg (ots) - Das Zeugnis, das der Bayerische Oberste Rechnungshof (ORH) in der Bayern-Ei-Affäre der staatlichen Lebensmittelüberwachung im Freistaat ausstellt, ist verheerend und kann mit "Fehlern in allen Bereichen" überschrieben werden. Für die Mängelliste und einen 13-Punkte-Forderungskatalog brauchte der ORH nur wenige Wochen. Das wirft ein miserables Licht auf Umweltministerin Ulrike Scharf, die seit Monaten in der Affäre ungeschickt agiert, lange abgewiegelt und zuletzt gegenüber Kritikern sogar auf Angriff geschaltet hatte. Lebensmittelkontrolleure sind der Schutzwall für Verbraucher. Sie müssen akribisch und ohne Ankündigung überprüfen. Testergebnisse müssen rasch vorliegen, damit Ware aus dem Verkehr gezogen wird und Kunden gewarnt werden können. Das funktioniert bisher zu schlecht. Jenseits von Schuldzuweisungen müssen alle politischen Akteure - ob in Regierung oder Opposition - jetzt nach den besten Lösungen suchen. Bevor sie beginnen, stellt sich die berechtigte Frage: Ist Ulrike Scharf die richtige Frau dafür?

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