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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christine Hochreiter zu Osram/Siemens:

Regensburg (ots) - Damit hatte niemand gerechnet: Dass sich der größte Osram-Aktionär Siemens nicht mit der neuen Strategie des Lichtkonzerns anfreunden kann, war hinlänglich bekannt. Doch dass er Osram-Chef Olaf Berlien bei der Hauptversammlung gleich das Vertrauen entzieht, war schon eine handfeste Überraschung. Berlien soll mit seinem Strategiewechsel Börsenwert vernichtet und das Risikoprofil des Licht-Konzerns deutlich erhöht haben, lautete der Vorwurf. Ob die Neuausrichtung in der sich dramatisch wandelnden Lichtbranche mittel- und langfristig Früchte trägt, wird sich zeigen. In jedem Fall ist die neue Strategie konsequent und mutig. Gerade auf Märkten, in denen sich der technologische Fortschritt rasant vollzieht, bedeutet Stillstand den Tod von Innovation und Zukunft. Risiken gibt es bei Strategiewechseln immer. Eines dürfte Osram aber nun endgültig verstanden haben: Wer sich verändert, kann dies gar nicht oft und ausführlich genug kommunizieren. Dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Investoren den neuen Weg mitgehen.

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