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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Isolde Stöcker-Gietl zum Urteil zur Brandkatastrophe von Schneizlreuth

Regensburg (ots) - Drei Jahre Haft für sechs Menschenleben. Der Eventmanager aus Schneizlreuth, der trotz fehlender Brandschutzauflagen in seinem denkmalgeschützten Bauernhof Übernachtungsgäste beherbergte, ist mit einer milden Strafe davongekommen. Die juristische Aufarbeitung der Katastrophe darf an dieser Stelle aber nicht enden. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den früheren Bürgermeister sowie den Geschäftsleiter eingeleitet. Das ist wichtig und richtig. Denn es ist kaum nachvollziehbar, dass niemand in der Gemeinde wusste, dass der Betreiber sich den Auflagen widersetzte. Vielmehr war es so, dass hier ein Auge zugedrückt wurde. Mit den bekannten katastrophalen Folgen. Es gibt einige Parallelen zu Bad Reichenhall. Auch hier war mehreren Verantwortlichen die Gefahr, die vom Dach der Eissporthalle ausging, bekannt. Doch es passierte nichts, bis wirklich etwas passierte. Das Gericht sah bei den Stadtoberen keine eindeutige Schuld, was für die Eltern der 13 getöteten Kinder schwer zu ertragen ist. Auch im Fall Schneizlreuth war es eine Verkettung von Umständen. Dazu hat auch die Gemeinde durch ihr Verhalten beigetragen und das muss konsequent ausermittelt werden.

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