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Mittelbayerische Zeitung: Fraglicher Weg
Kommentar zur Datensicherheit in Sozialen Netzwerken

Regensburg (ots) - Die Frage, wie mit zentral gespeicherten persönlichen Daten, Gesprächen und Bildern im Internet umzugehen ist, ist eine der wichtigsten überhaupt. Denn in der digitalen Welt sind diese Daten der Schlüssel zu Macht und Geld. In den falschen Händen können sie Existenzen zerstören. Da ist es erst einmal beruhigend, wenn soziale Netzwerke die Daten ihrer Nutzer schützen - auch über deren Tod hinaus. Beunruhigend hingegen ist, dass die - in erster Linie profitorientierten - Anbieter der sozialen Netzwerke die Regeln und Standards für diesen postmortalen Schutz selber festlegen. Festlegen müssen, weil es bis dato keine gesetzlichen Vorgaben gibt, wie im Todesfall mit Online-Accounts zu verfahren ist. Dabei sind viele Punkte offen: Man kann beispielsweise hinterfragen, inwieweit E-Mails, Chats und Postings realen Briefen gleichzustellen sind, ob sie den rechtmäßigen Erben zugänglich gemacht werden müssen oder was sonst mit ihnen geschieht. Und man kann fragen, wie die Rechte Dritter in diesen Fällen zu schützen sind. Aber es sollten nicht die Anbieter der sozialen Netzwerke sein, die die Antworten auf diese Fragen geben.

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