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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Rhythmus-Streit: Zwei Takte hinterher, von Claudia Bockholt

Regensburg (ots) - Es liegt ein gewisse Ironie in der Tatsache, dass Kraftwerk, die weltweit verehrten Vorreiter elektronischer Musik, mit einer sehr analogen Argumentation vor dem höchsten Gericht stehen. Was heißt heute noch geklaut? Kaum ein Refrain, Rhythmus oder Riff ist noch nicht durch die Mischmaschine gedreht worden. Jüngstes sehr erfolgreiches Produkt: "Ain't Nobody". Die digitalisierte Musikwelt ist ohne Sampling, Mashups und Covers nicht mehr denkbar. Egal, was das Gericht entscheidet, die Produzenten werden der Rechtsprechung immer ein paar Takte voraus sein. Den Song von Sabrina Setlur etwa kann man im justiziablen Ur-Zustand aktuell nirgends kaufen. Dafür gibt es ein Dutzend Remixes.

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