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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum kleinen SPD-Parteitag in Bayern: Die Menschen im Blick, von Christine Schröpf

Regensburg (ots) - In sozialdemokratisch regierten Städten sind die Probleme in der Asylpolitik nicht kleiner: Hier kämpft man genauso hart um genügend Unterkunftsplätze und Deutschkurse, fordert schnelle Asylverfahren, eine gerechte Flüchtlingsverteilung in Deutschland und den unverzüglichen Bau von Wohnungen. Rote Oberbürgermeister leben nicht im Wolkenkuckucksheim. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied, der bei all den Aufgeregtheiten dieser Tage wohltuend ist: Nie rutscht in den Hintergrund, dass es darum geht, Menschen in unbeschreiblicher Not zu helfen. Der Regensburger OB Joachim Wolbergs hat es beim SPD-Parteitag richtig formuliert. Niemandem in Regensburg geht es heute schlechter, weil die Flüchtlinge da sind. Das bleibt auch so - wenn die Politik ihre Hausaufgaben konsequent anpackt. In Regensburg ist das zuallererst die deutliche Aufstockung der Wohnungskapazitäten. Im Interesse der Flüchtlinge, aber auch der Menschen, die schon lange hier leben. Es wird nicht alles sofort und schnell funktionieren. Noch viel zu vieles ist ärgerlicherweise ungelöst im Bund und der EU. Wenn es wieder einmal besonders knirscht, sollte man sich daran erinnern, warum die Grundgesetzväter das Asylrecht geschaffen haben: Als Lehre aus den Zeiten des Nationalsozialismus, in denen Deutsche aus Furcht um ihr Leben aus Deutschland fliehen mussten.

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