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Mittelbayerische Zeitung: Das Restrisiko
Kommentar zum Germanwings-Absturz

Regensburg (ots) - Auf seiner Internetseite beschreibt der Fliegerarztverband das Problem selbst am besten. "Mit Demut müssen wir anerkennen, dass auch die besten und umfangreichsten Untersuchungsmethoden niemals eine hundertprozentige Sicherheit bringen werden. Zu unergründlich bleibt, was in manchen Seelen verborgen ist", heißt es in der Traueradresse nach dem Germanwings-Absturz. In diesem Licht betrachtet erscheint es etwas unverständlich, dass sich der Verband nun in die Reihe der Alarmisten einreiht und schärfere medizinische Untersuchungen fordert. In den geltenden Vorschriften ist klar geregelt, dass psychiatrische Erkrankungen, und seien sie - wie im aktuellen Fall - auch nur aus der Vorgeschichte erkennbar, zur Fluguntauglichkeit führen können. Gleiches gilt für neurologische Besonderheiten, Persönlichkeitsstörungen, psychische Einschränkungen oder Neurosen. Auch die schärfste Untersuchung wird eine seelische Störung nicht zutage fördern, wenn der Patient alles unternimmt, um sie zu vertuschen. Es ist unbefriedigend, aber eine Tatsache: Ein Restrisiko kann nie ausgeschlossen werden.

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