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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Fritz Winter zum Scheitern der Fracking-Pläne in der Oberpfalz

Regensburg (ots) - Als die Wissenschaftler bei der Sitzung des Regionalen Planungsverbandes Oberpfalz-Nord gesprochen hatten, hörte man ein Aufatmen in den Reihen der Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister. Das Schreckgespenst Fracking scheint vom Tisch zu sein - vor allem deshalb, weil es aufgrund der geologischen Struktur in der nördlichen Oberpfalz wohl keine abbauwürdigen Vorkommen von Öl oder Gas geben kann. Das hat der wissenschaftliche Leiter des Geozentrums KTB aus Windischeschenbach deutlich gemacht. Wenn man schon grundsätzlich den Politikern mit gesunder Skepsis begegnet, so darf man den unabhängigen Wissenschaftlern wohl doch Vertrauen schenken. Was aber auch bei der Verbandssitzung nur unzureichend erklärt werden konnte, ist die Frage, warum die Firma Rose Petroleum angesichts der Faktenlage so hartnäckig an der Erkundungslizenz festhält. Augenscheinlich wird Geld verbrannt - denn in Bayern und in Deutschland wird es nach der monatelangen Diskussion um das Thema Fracking keine Hintertürchen geben: Wer darauf spekuliert, doch einen Giftcocktail zur Rohstoffgewinnung in die Erde pumpen zu dürfen, der wird eines Besseren belehrt werden: Weder die Bürger noch die Politik werden dem unkonventionellen Fracking eine Chance geben. Was bleibt, ist das konventionelle Fracking. Sinn oder Unsinn dieses Verfahrens müssen ohne Schaum vor dem Mund gegeneinander abgewogen werden. Sonst könnte es passieren, dass in Zukunft nicht einmal mehr Thermalquellen angezapft und erschlossen werden können.

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