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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Dagmar Unrecht zu Feinstaub in Bayern

Regensburg (ots) - Während in asiatischen Städten regelmäßig dicke Luft herrscht, liegt der letzte Smog-Alarm in Deutschland lange zurück. Bei uns - und in den meisten Ländern Europas - hat sich die Luftqualität verbessert. Die Feinstaubbelastung wurde besonders zwischen 1990 und 2000 deutlich reduziert. Ein Grund zum Aufatmen? Ja, aber es ist noch Luft nach oben. Dass die Feinstaubkonzentration in vielen bayerischen Städten abnimmt, ist eine gute Nachricht. Allerdings handelt es sich um vorläufige Einschätzungen, erst die Analyse Ende Januar bringt Gewissheit. Aber auch bei den geltenden Grenzwerten sind gesundheitsschädliche Wirkungen nicht auszuschließen. Studien deuten darauf hin, dass Feinstaub und andere Luftschadstoffe das Risiko für Lungenkrebs und Herzinfarkt erhöhen - und zwar bereits bei geringeren Konzentrationen als den von der EU erlaubten. Die Weltgesundheitsorganisation fasst die Grenzen zum Beispiel deutlich enger. Auch wenn sich die Rußwolken bei uns verzogen haben, der feine Schmutz in der Luft ist noch da. Das ist kein Grund zur Panik, aber zum Handeln. Die Hauptverursacher von Feinstaub - Industrie, Verkehr und Landwirtschaft - sind in der Verantwortung. Luftnummern reichen nicht.

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