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Mittelbayerische Zeitung: Obamas Comeback
Kommentar zur US-Einwanderungsreform

Regensburg (ots) - Mit seiner Einwanderungs-Initiative beweist Barack Obama er, dass auch "lahme Enten" quaken können. Die hysterischen Reaktionen aus dem republikanischen Lager auf die Entscheidung des US-Präsidenten, bis zu fünf Millionen Einwanderer ohne Papiere per Dekret von der Abschiebung auszunehmen, illustrieren seine anhaltende Relevanz. Dass ihn die erzkonservativen Heißsporne gar des Amtes entheben wollen, unterstreicht, wie sehr sie mit ihm noch rechnen. Obama hat den Republikanern mit dem politischen Schachzug die Show gestohlen. Deren Führer im Kongress haben nun alle Hände voll damit zu tun, den eigenen Flohzirkus zusammenhalten. Denn bei keinem anderen Thema sind die Konservativen so gespalten wie bei der Einwanderung. Obama wegen seines Alleingangs zum "Kaiser" auszurufen, dürfte sich jedoch recht bald als billige Polemik erweisen. Denn nicht anders verfuhren George H. W. Bush und die Partei-Ikone Ronald Reagan. Je mehr diese Erkenntnis in das öffentliche Bewusstsein einsickert, desto größer die Gefahr für die Republikaner, als Latino-feindlich wahrgenommen zu werden. Ohne nennenswerte Unterstützung aus diesem Teil der Wählerschaft dürfte es für die Partei 2016 sehr schwierig werden, das Weiße Haus zu gewinnen.

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