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Mittelbayerische Zeitung: Professionelle Reaktion
Kommentar zum Ebola-Fall in New York

Regensburg (ots) - Ein tödliches Virus im Herzen einer Millionen-Metropole - das ist der Stoff, aus dem Weltuntergangs-Filme gemacht werden. Oder - wie jetzt nach dem ersten Ebola-Fall in New York - Schlagzeilen, die für reißenden Absatz von Boulevard-Blättern sorgen. Mit der Angst vor der Seuche lassen sich Einschalt-Quoten hochtreiben, Stimmen im Wahlkampf fangen und gute Geschäfte machen. Wie eine vernünftige Reaktion aussieht, zeigt der New Yorker Bürgermeister de Blasio. Statt die Bürger in Panik zu versetzen, sorgt er für ein Höchstmaß an Transparenz und Aufklärung. Gleichzeitig kümmert sich ein gut vorbereitetes Krankenhaus professionell um den Patienten, während die Gesundheitsbehörden das Nötige tun, eine Ausbreitung des Virus zu stoppen. Während für die New Yorker wenig Gefahr einer Ansteckung bestand, riskierte der erkrankte Craig Spencer sein Leben, als er in Guinea freiwillig Ebola-Patienten behandelte. Unter Umständen, die in keiner Weise mit denen eines Industrielandes zu vergleichen sind. Wie übrigens auch die beiden anderen Infizierten in den USA Schwestern sind, die sich im Endstadium um den hochviralen Liberianer Thomas Duncan gekümmert hatten. Für Panik gibt es am Big Apple keinen Anlass. Vielmehr sollte der erste Ebola-Fall in New York das Bewusstsein für die Herausforderung schärfen, vor denen die westafrikanischen Staaten stehen, die von dem Virus tatsächlich überwältigt werden. Der beste Schutz vor Ebola bleibt eine Bekämpfung der Seuche an ihrem Epizentrum.

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