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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Katia Meyer-Tien zu Tunnelplan für Englischen Garten München

Regensburg (ots) - Die Wiedervereinigung des in den 1960er Jahren durch den Isarring entzweiten Englischen Gartens ist eines der Projekte, die wie ein Stehaufmänchen immer wieder auf der Agenda der Münchner Politik stehen. Der neu gewählte Stadtrat wird in diesem Jahr die Weichen stellen müssen, wie und ob überhaupt das Projekt verwirklicht wird. So richtig dagegen ist niemand. Ein Tunnel unter der größten Grünfläche der Hauptstadt scheint besser als die mehr als 100 000 Autos, die derzeit täglich den Garten durchqueren - und dabei allzu oft im Stau stehen. Bloß bezahlen will ihn keiner, zumal ein Ja für den Tunnel am Englischen Garten wahrscheinlich eine zumindest vorläufige Absage an die lärmgeplagten Anwohner der Landshuter Allee und der Tegernseer Landstraße wäre, die ebenfalls auf einen Tunnel hoffen: Alle drei Tunnelprojekte sind nicht gleichzeitig zu finanzieren. Weswegen sich der Stadtrat im Februar für ein eindeutiges Vielleicht entschied: Der Isarring soll zunächst provisorisch um eine Spur erweitert werden, ohne die Straße insgesamt zu verbreitern. So will man wenigstens der täglichen Staus dort vorläufig Herr werden, aber keine Fakten schaffen, die einen Tunnel - und eine mögliche Förderung des Freistaates - unnötig werden lassen. Für den neuen Stadtrat sind also noch alle Optionen offen.

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