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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zur Champions League: Geschwätz, von Jürgen Scharf

Regensburg (ots) - Das nun zu Ende gehende Achtelfinale der Champions League war zuvor als Renaissance des deutschen Klubfußballs gefeiert worden. Alle vier Teams aus der Bundesliga hatten es in die erste K.o.-Runde geschafft. Dort wurden Schalke und Leverkusen aber die Grenzen aufgezeigt - und das ist sogar gut so. Financial Fairplay! Seit Jahren wabern diese Worte durch die Fußball-Szene. Strenge Kontrollen sollen verhindern, dass Investoren nach Belieben Geld in einen Klub pumpen. Bei Paris St. Germain scheint das schon mal nicht geklappt zu haben. Das Team wurde über Nacht zum Starensemble aufgemotzt - und dieses hat Bayer Leverkusen mächtig versohlt. Peinlich, schrien die Kritiker auf. Die Werkself habe sich vorführen lassen und spiele sowieso ohne Seele, et cetera... Das ist Geschwätz. Das Leverkusener Debakel ist vielmehr ein weiterer Beleg dafür, dass in der Bundesliga vernünftig gewirtschaftet wird. Alleine die Portokasse der Bayer AG würde ausreichen, um Paris St. Germain aufzukaufen. Die ganz großen Sprünge werden in Leverkusen aber nicht gemacht - auch auf die Gefahr hin, gegen Ibrahimovic und Co. eine Klatsche zu bekommen. Das ist der einzig richtige Weg. Vielleicht wird Bayer wirklich nie einen großen Titel gewinnen. Dafür wird dort aber in 20 Jahren wahrscheinlich noch Profifußball gespielt. Bei Paris St. Germain sollte man darauf lieber nicht wetten.

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