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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zum Dschungelcamp: Amüsantes Fernsehen, von Christine Strasser

Regensburg (ots) - Zeit, es zuzugeben: Ich bin kein Star und ich schalte ein - falls nicht, dann lese ich am nächsten Tag nach, was sich im Dschungel getan hat. Wer moralisch etwas auf sich hält, wird sich mit Abscheu von mir abwenden. Nun ja, was soll's? Wer sich die Sendung anschaut, weiß, dass sie nur einen Anspruch hat: Unterhaltung. Dem Zuschauer wird zu keinem Zeitpunkt vorgegaukelt, dass es um etwas anderes geht. Die Moderatoren ordnen das Geschehen spitzzüngig ein. Oft kommt dabei gutes, weil ehrliches Fernsehen raus. Im Unterschied zu vielen Castingshows werden keine wehrlosen Kandidaten vorgeführt. Hier campieren Leute, die wissen (müssen), wie die Mechanismen des Showgeschäfts ablaufen. Es ist amüsant, eine Soap-Darstellerin sagen zu hören: "Das ist alles so echt hier." Sie fasst einen Vorsatz: "In Zukunft lese ich mir den Vertrag durch und sehe mir die Sendung vorher an." Gute Idee, Larissa. Was alle Kritiker beruhigen sollte: Das Dschungelcamp gibt es seit zehn Jahren, aber das Abendland ist noch immer nicht untergegangen.

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