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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Fernsehserien: Werdet bloß nicht Kino, von Daniel Haslsteiner

Regensburg (ots) - Neuverfilmungen, Fortsetzungen, Vorgeschichten - Hollywoods Studios verlieren sich im ewig Gleichen. Seit Jahren setzen sie auf "Altbewährtes". Das Kino als Innovationsmotor der Film- und Fernsehbranche ist längst Geschichte. Seit Jahren investieren Studios kaum Geld in neue Ideen. Stattdessen wachsen die Budgets der etablierten Reihen wie "Fluch der Karibik" oder "Fast and The Furious", die vor allem auf Kinobesucher unter 19 Jahren zugeschnitten sind. So überrascht es nicht, dass nur noch diese Zuschauergruppe wächst, während älteres Publikum zunehmend ausbleibt. Das wandert zum Fernsehen ab, wie regelmäßige Quotenrekorde von unkonventionellen Serien wie "Game of Thrones" belegen. Verstärkt wird der Trend vom fehlenden Mut Hollywoods, heikle Themen aufzugreifen. Doch während sich Blockbuster auf seichte Action reduzieren, sind komplexe Geschichten etwa über Homosexualität ("Liberace"), Drogen ("Breaking Bad") oder soziale Missstände ("Treme") für Fernsehmacher kein Tabu. Damit greifen sie eine Tradition auf, die das Kino einst groß gemacht hat - der Finger am Puls der Zeit zu sein. Wo Hollywood heute vor allem mit Einfallslosigkeit glänzt, setzen Serienschöpfer mit einer simplen Formel neue Standards: Sie geben ihren Anspruch auf Anspruch nicht auf.

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