Mittelbayerische Zeitung: Ruhig Blut Kommentar zum SSV Jahn Regensburg

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Regensburg (ots) - Am Sonntag geht's wieder los. Auf den Jahn warten knüppelharte Monate. Um den Klassenerhalt zu schaffen, braucht es ein kleines Fußball-Wunder. Allerdings sollten alle im und um den Verein die Kirche im Dorf lassen. Wenn es am Ende nicht langt, geht die Welt nicht unter. Wichtiger ist, dass der Jahn mit ruhiger Hand und klarem Konzept in die Zukunft geht - egal ob sich diese in der 2. oder in der 3. Liga abspielt. Wenn der Abstieg droht, wird leicht vergessen, wo ein Verein eigentlich herkommt. Der Aufstieg des Jahn war eine Sensation. Dass in der 2. Liga nun ein anderer Wind wehen würde, war eigentlich allen klar. Vor der Saison wurde der Jahn mit weitem Abstand als Absteiger Nummer eins gehandelt. In den ersten Partien überraschten die Regensburger aber, spielten frei und selbstbewusst auf. Vielleicht ist dadurch die Erwartungshaltung über ein gesundes Maß gestiegen. Auch die Vereinsführung ließ sich davon scheinbar anstecken. Bereits in der Hinrunde wurde der Trainer gefeuert und in der Winterpause der Etat erhöht, um neue Spieler und einen prominenten Trainer holen zu können. Smuda, Carlinhos, Ochs, de Guzman und Koke sind nun da - und kosten sicher ein bisschen was. Nun sollte es aber auch wieder gut sein. Der Verein ist an seiner finanziellen Schmerzgrenze angelangt, darüber hinaus sollte er nicht gehen - sonst hätte er aus der Vergangenheit nichts gelernt.

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