Mittelbayerische Zeitung: Welche Außenpolitik?

Regensburg (ots) - Von Maria Gruber

Die Warnungen der Opposition sind berechtigt: Kampfdrohnen sind, wie eine Linken-Politikerin sagt, ein "brutales Waffensystem", dem Unschuldige zum Opfer fallen können. Niemand weiß ganz genau, wie viele Zivilisten bei US-Drohnen-Einsätzen gegen Terroristen schon getötet wurden. Das britische Büro für Investigativen Journalismus geht von einigen Hundert aus. Deshalb muss die Beschaffung bewaffneter Drohnen für Deutschland aber nicht von vornherein ausgeschlossen sein. Im Gegenteil: Anstatt sich zu pauschal zu empören, sollte dieses Rüstungsprojekt zum Anlass genommen werden, um einmal grundsätzlich über die außenpolitische Rolle Deutschlands nachzudenken. Will Deutschland in der Internationalen Politik eine aktive Rolle übernehmen - wie dies Bündnispartner nicht zuletzt angesichts der wirtschaftlichen Stärke des Landes immer wieder einfordern? Oder sich - zumeist nur vordergründig - mit der Rolle des "Unterstützers" bei Einsätzen anderer Länder begnügen? Irgendwann wird Deutschland Farbe bekennen müssen, denn allein mit einem Scheckbuch lassen sich Terroristen nicht bekämpfen.

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