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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar: Weichenstellung

Regensburg (ots)

Zeitarbeits-Unternehmer sind nicht zu beneiden: Krankt die Konjunktur, drückt sie die Last der Mitarbeiter. Brummen die Läden, sind verleihwillige Fachkräfte Mangelware. Hinzu kommt konjunkturunabhängig ein Image, das dem der Investmentbanker um nichts nachsteht. Dieses Image droht nun, weite Teile der Branche unter sich zu begraben. Auch wenn die Führungskräfte der Verbände sich dieser Zerstörungskraft bewusst sind und ihre Absichten hehr sein sollten - zu viele Ver- und Entleiher haben mit dem per se guten Vehikel Arbeitnehmerüberlassung Schindluder getrieben - Schlecker und seine Verleihfirma Meniar allen voran. Allerdings: Nur weil es schwarze Schafe gibt, darf nicht die gesamte Branche geschlachtet werden. Für Hunderttausende ist Zeitarbeit der aussichtsreichste Weg, nach einer - verschuldet oder unverschuldet - eingelegten Pause wieder im Berufsleben Fuß zu fassen. Nicht geringer ist die Zahl derer, die aufgrund mangelnder körperlicher oder geistiger Fähigkeiten nur einfache Tätigkeiten verrichten können. Viele von ihnen würden ohne Zeitarbeit keinen Job finden. Allerdings besteht auch kein Grund, für die Branche den Beutel kreisen zu lassen. Die sich immer schnelleren, immer heftiger ausschlagenden Konjunkturzyklen der globalen Wirtschaft machen Flexibilität in Unternehmen zum Gebot. Die Geschäftsgrundlage für die Branche bleibt also erhalten. Nun gilt es, auf Basis von Tarifverträgen, Hand in Hand mit Gewerkschaften und Arbeitgebern, den Rahmen für ein besseres Image zu erarbeiten. Und zwar bevor eine politische Strömung populistisch die Weichen so stellt, dass sie die ganze Branche aufs Abstellgleis führt.

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